15. März 2013: Aktion GIFT-STOPP - Bienen retten!!! Einladung zum Briefschreiben an den Landwirtschaftsminister: https://secure.avaaz.org/de/bye_bye_bee_killers_austria/?bQFtHdb&v=23041 ... und anrufen unter 01711 000 ... Das habe ich geschrieben: Sehr geehrter Agrarminister Berlakovich, Ich selbst und WIR alle gemeinsam (- 120 Mitgestalter der "Gemeinnützigen Nahversorgung" -) fordern Sie auf, IHRE PFLICHT als UNSER Volksvertreter zu erfüllen und UNSERE Bienen vor Vergiftung zu schützen und NICHT vor der Pharmaindustrie "in die Knieh zu gehen"!!! Alois Kemmer, 8082 Kirchbach Nr.23b - Initiator der GEMEINNÜTZIGEN NAHVERSORGUNG www.nahversorgungs.net -------------------------------------- 1,5 Stunden Sendung auf Radio Helsinki, am Freitag, 15. März - siehe http://helsinki.at/programm/30192 ... Alois Kemmer hatte Gelegenheit das Projekt "Gemeinnützige Nahversorgung" in einer Live-Diskussion ausführlich im "Grazer Stadtradio" darzustellen ----------------------------- 11. März: Vortrag Mag. Gutmann "Naturnahes Gärtnern" (- 64 Gäste!) ----------------------------- 4. März 2013: BIO-Dorf-Kirchbach, Projektvorstellung (Volles Haus) Die Vorstellung dieses Großprojektes vor "Vollem Haus" hat viel Interesse und Anklang gefunden. Am nächsten Tag war dieses BIO-Wohnpark-Projekt hauptthema der tagsüber laufenden Sendungen des ORF-Steiermark ... Zur Weiterverfolgung dieses Großprojektes wird eine eigene Arbeitsgruppe eingesetzt. InteressentInnen sind (unter Kontakt ) herzlich zur Mitgestaltung eingeladen und aufgerufen ... mehr ...
18. 2. 2013, Vortrag Prof.Hörmann: Thema, "Das Ende des Geldes". Prof. Hörmann hat uns einen Weg gezeigt, der (auch ohne Bernhard Harrers "Paradiesgestaltung" schnurstraks ins Paradies führen müsste ... Ein einfaches Rezept: Geldschöpfing direkt für die Menschen anstatt für die Banken! Alle Schulden werden auf NULL gesetzt, Produktionsmittel werden zum "Gemeingut" (die Eigentümer bekommen dafür so viel Geld, dass sie Lebenslang genug davon haben), jede Person bekommt genügend Geld - ganz ohne Gegenleistung, Steuern und Abgaben und Inflation werden abgeschafft, Poltiker und Beamte werden abgeschafft - die Gesetze machen wir uns ja selbst. Wir arbeiten höchstens einen Tag pro Woche - aber auch nur dann wenn wir Lust und großes Verlangen danach verspüren, beim Einkauf bezahlen wir nur nach unserer persönlichen Einschätzung und wenn wir Gutes für die Gemeinschaft leisten, dann bekommen wir dafür fürstliche Sonderprämien ... Wenn nur 7% von uns all das WOLLEN und auch VERLANGEN - dann ist das Paradies nicht mehr aufzuhalten - ist Prof. Hörmann überzeugt. --- Derzeit sind wir aber leider erst 6% ...
KB5-Montage 4. + 11. + 25. Februar: Konkrete Projekte, zum Start ins neue Jahr. Es gibt Reichlich Grundstüke zur Gratisnutzung, gebraucht werden Menschen die "anpacken" wollen ... In Kirchbach wollen wir gemeinschaftlich "Naturnahes Gärtnern" und gemeinschaftliches Kochen organisieren ..."Unser Koch aus Deutschland" hat bereits "sein Paradies" gefunden. Mehr ...
Montag 21.Jänner: -- zum Nachhören+Sehen, im OKITALK
Der Vortrag wurde über www.okitalk.com übertragen und aufgezeichnet
Eine Präsentation, die hauptsächlich auf die Erkennbarkeit des praktischen Wertes einer "Gesinnungsänderung" eingeht. Anhand von mehreren konkreten Beispielen wird gezeigt, wie "normale" Konsumenten in der Stadt oder am Land, Pendler, Nebenerwerbslandwirte, Alleinerziehende, Altbauern die in Pension gehen möchten, Mechschen die überlegen ob sie einen Gewerbebetrieb oder eine Landwirtschaft übernehmen wollen, oder mittellose Menschen ohne Arbeitsgenehmigung usw. vom solidarischen Prinzip der Gemeinnützigen Nahversorgung profitieren können. Die Möglichkeiten einer Entwicklung werden aufgezeigt, beginnend von der Solidarischen Ökonomie, über "Tauschgemeinschaften" bis hin zur Bildung von regionalen Selbstversorgungs-Gemeinschaften - die auf Basis der gegenseitigen Fürsorge aufgebaut sind und deshalb nicht mehr nach den Prinzipien des "Marktes" und des Geldes funktionieren müssen.
14. Jänner 2013: Eine unglaublich kompetente Gruppe - Menschen die schon sehr viel selbst unternommen haben, ausgestattet mit mit Spezialwissen auf vielen Fachgebeten - hat an diesem Abend wieder sehr spannend miteinander diskutiert und auch menschlich zueinander gefunden. Schwerpunkte waren Energiegewinnungthemen und die Planung von Vorträgen und Veranstaltungen im KB5, in den kommenden Wochen. Fortsetzung der Zusammenarbeit ist gewiss.
Wichtige Vorinformation zum 14. Jänner:
Trotz "Weihnachtspause" hat sich viel getan. Das Gespräch mit den Wirtschaftstreuhändern zum Thema Genossenschaftsgründung hat zu einem Umdenken- und vorweg schon zu einer gründlichen Überarbeitung unserer Webseiten geführt:
Es gibt offenbar keine dauerhafte Rechtssicherheit!
Sogar grundbücherlich eingetragene Eigentumsrechte sind nicht gefeit vor politischer Willkür (speziell wenn es um die - offenbar geplante - Enteignung der Bürger geht ...!) Und das Thema Regionalgeld- und erst recht die Tauschsysteme stehen rechtlich auf so schwachen Beinen, dass wir uns damit lieber "nicht die Finger verbrennen" sollten ... So lange diese Themen wirtschaftlich eine absolut unbedeutende Rolle spielen, werden wohl "keine schlafenden Hunde geweckt" werden - aber wehe, unsere Genossenschaft würde erfolgreich sein ....! Die Politiker würden dann nicht einmal vor Gesetzesänderungen zurückschrecken. Im Falle der Tauschgemeinschaften ist es ohnehin "amtlich", dass streng genommen (fast) alle Tauschgeschäfte illegal sind und jederzeit verboten werden können. Änderung der Strategie ...? Ich schließe mich der überwiegenden Mehrheit unserer Mitgestalterinnen und Mitgestalter an schlage vor, dass wir uns intensiv "auf die Zeit nach dem Geld" vorbereiten und die Probleme des derzeitigen Wirtschaftssystems denen überlassen, die sie "angerichtet" haben .... Wenn wir keinerlei Verantwortung über Eigentumsrechte übernehmen können oder wollen, dann brauchen wir auch keine Genossenschaft. Ich selbst habe mich daher zumindest vorerst einmal von der (unbeliebten) Idee einer Genossenschaftsgündung verabschiedet (vielfacher Applaus ist mir gewiss ...!) und mir ist als Ersatz ein hoffentlich geeigneterer Begriff eingeallen:
"Gesinnungsgemeinschaft"
Nach tagelanger Bearbeitung unserer vielen Texte und Arbeitsgrundlagen kann ich mit Freude feststellen, dass ich mich auf diesem neuen Wege viel glücklicher fühle ... Über eine Gesinnungsgemeinschaft sehe ich viele neue Möglichkeiten des ungebremsten Wachstums unserer Idee der Gemeinnützigen Nahversorgung - siehe dazu die Überarbeitung der Bereiche "Startseite" und "Gesinnungsgemeinschaft".
Wir werden wachsen wie Gras und nicht wie Bäume:
Wir sind damit bereits einen entscheidenden Schritt weiter! Wir überspringen ganz einfach die entwicklungsstufen Ökonomie und Tauschgesellschaft und befinden uns bereits auf der Stufe der solidarischen Gemeinschaften. Hier spielt das Geld nicht mehr die Hauptrolle, sondern die solidarische Gesinnung der MENSCHEN. Jeder Mensch, der diese Gesinnung aufnimmt ist vergleichbar mit einem Grashalm auf einer großen Wiese (- die derzeit leider noch eine Wüste ist). Aber wenn wir alle gemeinsam daran gehen, emsig einen Grashalm nach dem Anderen wachsen zu lassen, dann wird sich das Wüstenklima wandeln und das restliche Gras wird von ganz alleine sprießen ... und niemand kann das noch verhindern. Würden wir stattdessen einen Baum (die Genossenschaft) pflanzen wollen - der würde von den Feinden solcher Bäume gefällt werden, noch ehe er eine relevante Größe erreicht. Alois Kemmer
17. Dezember 2012: Der hochklassige Vortrag "unseres" Bernhard Harrer, zum Thema "Paradiesgestaltung" - er will jedem Menschen dabei helfen, "sein eigenes Paradies zu schaffen" - hat allgemein großen Anklang gefunden. Wer den Ausführungen dieses vielseitigen Wissenschafters zumindest in einigen Punkten Glauben geschenkt hat, der ist mit einen ganz anderen Weltbild nachhause gegangen. Es war erfreulich und erfrischend, wieder einmal mit Zuversicht in die Zukunft blicken zu können (.. blicken zu "lernen" ...!) Nur ein Beispiel: "Energie zum Nulltarief" - das ist schon eine Nachricht, die heutzutage auch notorischen Schwarzsehern ein Lächeln abringt. "Paradiesgestaltung in Kirchbach" - ich hoffe, wir schaffen das. Der Beginn wurde ja auch sogleich im "Keller", bei festen und natürlich auch flüssigen Bio-Genüssen recht ausgiebig gefeiert. Das Thema Ökodorf Kirchbach wurde angesichts der abendfüllenden "Paradiesgestaltung" nur kurz angekündigt und auf einen späteren (abendfüllenden) KB5-Montag vertagt.
3. Dezember 2012 - Kirchbach als "Außenstelle der UNI-Graz" ... Ein denkwürdiger Nachmittag und Abend, gemeinsam mit etwa 20 Personen - Lehrende und Studenten der UNI-Graz, der Studienrichtungen "Nachhaltige Entwicklung" und "Volkswirtschaft" - verbrachten wir 1,5 Stunden in der Bio-Oase, wo Felix Niegelhell die Gelegenheit zur ausführlichen Vorstellung der Biobauernmarkt-Initiative nutzte und sich einer auführlichen Diskussion mit den Gästen aus Graz zur Verfügung stellte.
Danach folgte im Haus KB5 zwei Stunden lang die Vorstellung der Zwischenergebnisse der UNI-Lehrveranstaltungen, die sehr viele interessante Sichtweisen, Vorstellungen, Vorschläge und Anregungen der zukünftigen Führungskräfte der Wirtschaft vermittelte, die wir sehr gerne in unsere Nahversorgungsinitiative einbeziehen werden. Und wir hatten ausführlich Gelegenheit für Diskussionen und Meinungsaustausch.
Um 19:30 Uhr versammelten sich dann über 30 Personen im Kreis, zu einer Diskussion über unser Projekt - "Gemeinnützige Nahversorgung". Ich (Alois Kemmer) hatte Gelegenheit eine ganze Stunde lang einer Universität unsere Pläne und Absichten vorzutragen. Und danach folgten noch gut zwei Stunden einer sehr interessanten und sehr kultiviert geführten Diskussion, wo ich nochmals Gelegenheit hatte alle Fragen ausführlich zu beantworten, aber auch wieder viele Anregungen aufzunehmen. Dieser unvergessliche, "verlängerte Nachmittag" trägt ganz bestimmt zur weiteren "Ausreifung" unseres Projektes, auch auf wissenschaftlicher Ebene bei.
26. November Ein Diskussionsabend, der im Zeichen der Gründung einer Bildungsstätte im Haus KB5 stand. Der Betreiber des Instituts für Paradiesgestaltung, Bernhard Harrer und MMag. Arnulf Hasler von der UNI-Graz diskutierten mit uns über die Möglichkeiten der Gründung eines Studienganges, der einerseits der Persönlichkeitsbildung dient - aber auch zu einer Berufsausbildung erweitert werden kann. Näheres wird Bernhard Harrer am 17. Dezember um 19 Uhr in einem Vortrag vorstellen. Der Ablauf der UNI-Lehrveranstaltung wurde besprochen, mehr siehe unter "Veranstaltungen". Sehr interessant war auch die Diskussion mit den Wissenschaftern über das Thema Aufrechterhaltung einer aktiven Arbeitsgruppe und über Gruppenbildungen im Allgemeinen. Das Ergebnis - die Frage ist, was hält eine Gruppe zusammen ..? - entweder der SCHMERZ (die Not, die Notwendigkeit ...) - oder eine VISION (ein Ziel das man erreichen möchte) - oder die BEWEGUNG (wenn etwas weitergeht ...) ... und jedes Gruppenmitglied muss selbst "etwas davon haben" ... Das sind gewiss einfache Richtlinien die wir beherzigen sollten um weiterhin erfolgreich zu sein. Zum Abschluss bekamen wir einen interessanten Bericht, von einer Wochenendexkursion zu einem Biobauern, der die Energieversorgung auf den Kopf stellen will. Sehr spannende Energie-Experimente werden von einigen unserer Migestalter in Angriff genommen - wir werden über die Ergebnisse berichten ... Also: Wir haben Visionen, es gibt Bewegung und der Schmerz wird durch Paradies ersetzt.
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19. November Spannender und interessanter kann das Leben nicht sein, als hier im KB5 in Kirchbach: In einer Zeit, wo sehr viele Menschen den Zusammenbruch des Wirtschaftssystems- und sogar den Weltuntergang befürchten und deshalb wie gebannt auf den 12. 12. 2012 blicken, kommt ein neuer Mitgestalter in unsere Arbeitsgruppe, der mit uns gemeinsam ein PARADIES schaffen will ...! Bernhard Harrer, ein Wissenschafter der auf weltweite Erfahrungen in verschiedenen Wissensgebieten und Studienrichtungen zurückblicken kann und derzeit auch noch in Berlin tätig ist, möchte sich hier bei uns in Kirchbach niederlassen und ein
Ja, wir wollen nicht versuchen, an einem nicht mehr funktionierenden System festzuhalten, oder gar dagegen anzukämpfen. Unser Bestreben ist die Suche nach dem "Guten Leben", ohne Angst und ohne Stress - und wir leben ohnhin in einem "Paradies" - wie Felix Niegelhell nicht müde wird, dies immer wieder in seiner Bio-Oase bewusst zu machen. Das Institut für Paradiesgestaltung soll in Zukunft vielen Menschen die "Augen öffnen", damit sie den persönlichen Zugang zu ihrem eigenen Paradies finden.
KB5 wird eine Bildungsstätte! Ankündigung:
Der erste öffentlich und kostenlos zugängliche Vortrag von Bernhard Harrer findet am 17. Dezember 2012 um 19 Uhr im KB5 statt. Anschließend daran sind alle Besucherinnen und Besucher zu einer ausführlichen Podiumsdiskussion eingeladen und das Team von Milli's Bio-Oase wird biologische Genüsse bereitstellen.
DerVerein Erde , im Markt Hartmannsdorf blüht auf!
... davon hat mich ein Besuch am Sonntag überzeugt. Das "Haus am Bach" war gerammelt voll von Menschen, die nach gemeinschaftlicher Selbstversorgung streben, aber auch Geselligkeit suchen und gemeinsam kochen und essen. Es gab Erfahrungsberichte von Tauschkeisen und viele Möglichkeiten für Vernetzung und Bekanntmachung unserer Gemeinnützigen Nahversorgung. In Markt Hartmannsdorf wurden unsere Vorstellungen bereits weitestgehend umgesetzt, aber es gibt auch noch mehrere andere Projekte und Initiativen, die aussichtsreich voranschteiten ...
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12. November Soll KB5 eine Bildungseinrichtung werden? ... so lautete das Thema dieses Abends, an dem sich fünf Mitgestalter aus Graz, zwei aus Kirchbach und weitere sechs Personen aus der etwas weiteren Umgebung von Kirchbach beteiligt haben.
Vertragsassistent am Institut für Innovations- und Umweltmanagement der Universität Graz, hat an diesem Abend (für uns kostenlos!) die Moderation übernommen. Im Rahmen von schon laufenden Lehraufträgen der UNI-Graz befassen sich Studenten der Studienrichtungen "Nachhaltige Entwicklung" und "Volkswirtschaft" ganz speziell mit unserer Initiative "Gemeinnützige Nahversorgung". Der heutige Abend sollte den Studenten einen tiefen Einblick in unsere Gruppenarbeit bieten und unsere Motivationen und Absichten erkennbar machen. Das dürfte recht gut gelungen sein. Vorankündigung: Am Montag dem 3. 12. 2012 findet hier im KB5 die erste Präsentation der Arbeiten durch die Studenten statt. Ich (Alois) habe ein Schriftstück verteilt, mit dem Titel "Vollwert-Wiese", das ich bereits vor etwa zwei Jahren verfasst habe. Wer meine persönliche Motivation zur Gründung und Mitgestaltung der Gemeinnützigen Nahversorgung kennen möchte, sollte diesen tiefen Einblick in meine persönlichen Überzeugungen lesen - aber unbedingt auch die dort integrierten Links ansehen. Markus hat seine bereits laufende Zusammenarbeit mit den Kirchbacher Schulen, dem Kindergarten und dem Seniorenwohnheim vorgestellt. Eine Beispielgebende Initiative mit Gemüseanbau am Schulhof. Kinder Lehrpersonen und Eltern "Gärtnern" gemeinsam ... Bildung = formen und lernen muss Freude machen und viele Gedanken zum Thema alternative Bildungssysteme (nicht bloß "Ausbildungssysteme"!) wurden diskutiert. Ernesto berichtet viel positives aus (meinem Heimatort) Markt Hartmannsdorf:
lebt und blüht auf ... Hier geschieht genau das, was wir mit unserer Initiative über einen allgemeinen Gesinnungswandel in möglichst allen Regionen in Gang bringen wollen: Total selbstständige Eigeninitiativen - wo "Menschen" die Vorzüge des "Guten Lebens" in regionalen Gemeinschaften bewusst erleben und wieder wertschätzen lernen. Die kurze Diskussion über die Frage, was ist das "Gute Leben"? hat gezeigt, dass wir allein dafür wohl viele Abende brauchen würden - oder könnte das ein Thema für eine KB5-Bildungsstätte in Kirchbach werden? Andere Bildungs-Themen könnten sein: - Jugend und Nachhaltigkeit - Tauschsysteme, Regionalwährungen - Ökodörfer und ökologisches Bauen - Erneuerbare Energie in Kleinstrukturen Ob es zu einer Realisierung hier in Kirchbach kommen wird, liegt in den Händen der Kirchbacherinnen und Kirchbacher selbst ...
Ein wissenschaftlich unterstütztes "Kompetenzzentrum für die Bio-Landwirtschaft" entsteht jedenfalls in der Grottenhofstraße in Graz!
Unser Mitgestalter, DI. Erich Kerngast, Direktor der Landwirtschaftsschule Grottenhof hat von ganz konkreten Aktivitäten berichtet: Ein großzügiger Neubau im Bereich der Landwirtschaftsschule Grottenhof wird errichtet, ein Architektenteam ist bereits mit der Planung beschäftigt. In Zusammenwirken von Bio-Ernte-Steiermark und Landwirtschaftsschule wird hier ein Gemeinschaftsprojekt verwirklicht, das wahrscheinlich unsere kühnsten Erwartungen übertreffen wird ... --- Die Zeit ist reif, für die aktive Gestaltung eines besseren Wirtschaftssystems - MITGESTALTEN ist das Gebot der Stunde ---
5. November "Volles Haus" (za. 70 Gäste) beim Vortrag von Prof. Dr. Michael Narodoslawsky von der TU-Graz, über das Thema, Ökologischer Fußabdruck - Vergleich Bio- mit konventioneller Landwirtschaft & Essen macht Klima - Was kann ich tun? Die nachfolgenden Diskussionen bei Bio-Wein und mehr - von Milli's Bio-Oase - haben bis gegen Mitternacht gedauert ... Wir hatten viel Gelegenheit für persönliche Bekanntschaften und wir werden viel Gesprächsstoff zur Aufarbeitung in die folgenden Gruppentreffen mitnehmen.
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29. Oktober In einer kleinen Runde haben wir mit enormem "Tiefgang" diskutiert und dabei zweifellos unser persönliches Weltbild ganz gehörig verschoben (... zurechtgerückt ...?). Wir haben einhellig festgestellt, dass die Welt gerade JETZT "sehende" Menschen braucht, die eine Ahnung davon entwickeln, wie es nach dem Niedergang des derzeitigen Wirtschafts- und Finanzsystems weitergehen könnte. Johannes hat ein Buch mitgebracht, das "von der Zeit nach dem Geld" handelt ... Ja, Geld ist ein Produkt des "Glaubens" - geht dieser "Glaube" an das Geld verloren, dann löst sich der Wert des Geldes (und auch aller anderen Papier-Werte) tatsächlich in ein absolutes NICHTS auf! Derzeit "lebt" (vegetiert?) unser Geldsystem offensichtlich nur noch deshalb weiter, weil die Masse der Menschheit offenbar regelrecht "bewusstlos", blind und taub ist und in ihrem Alltagsstress überhaupt nicht mitbekommt, was rundum vorgeht ... Dieses Buch vermittelt aber die Hoffnung, dass dieser schon im Gang befindliche Niedergang unseres derzeitigen Wirtschaftssystems nicht schlagartig sondern kontinuierlich erfolgen wird - eben weil die träge Masse erst dann begreift was passiert, wenn tatsächlich schon alle Werte und Ersparnisse verloren sind. Aber was kommt dann ..? Eine Zeit (viiiiiele Jahre!) OHNE jedes Vertrauen in "Geld" = "die Zeit NACH dem Geld"! Der Buchautor träumt von einer Gesellschaft, die ohne Geld viel besser funktionieren wird als dies jetzt mit Geld der Fall ist. Und die Basis seiner Vorstellungen sind regionale Gemeinschaften, die sich gegenseitig im "Guten Leben" unterstützen - genau die gleichen Zielvorstellungen wie wir sie verfolgen ... Ja, wir sind am rechten Weg! Die Welt braucht keine ängstlichen Chaoten, die den Weltuntergang fürchten, sondern "Sehende", die den Weg bereiten in eine viel bessere Zukunft (- nach dem Geld). Aber Rasch handeln ist wichtig! Menschen, die immer noch ahnungslos ihre Ersparnisse irgendwo herumliegen haben, sollten wenigstens noch rasch versuchen, damit bleibende Werte abzusichern, damit nach dem Geld eine ausreichende Basis für die Nahversorgung vorhanden ist. Mit Raubbau an Grund und Boden sollte SOFOTRT Schluss gemacht werden - wir brauchen zukünftig fruchtbare Böden, wenn wir überleben wollen ...! Natürlich wurden auch Projekte und persönliche Erfahrungen diskutiert. Die Auswahl der Themen durch die anwesenden Teilnehmer bewehrt sich sehr, so kann jedes Mitglied ausführlich persönliche Beiträge einbringen. Für das Thema ökologische Architektur gibt es gute Unterlagen, wenn die betreffenden Interessenten da sind könnte damit ein Schwerpunktabend gestaltet werden.
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22. Oktober Dieser Abend stand im Zeichen konkreter Projekte. Ein Landwirt aus Bad Mitterndorf ist am vergangenen Freitag extra nach Graz (Biobauernmarkt CITYPARK) gekommen um unser gemeinnütziges Projekt näher kennen zu lernen. Daraus ergibt sich nun die Möglichkeit eine 24 Hektar-Landwirtschaft mit 12 Pferden, einer größeren Anzahl von Familien zur Selbstversorgung zugänglich zu machen ... Auch das (Sozial?-) Projekt "Waldstüberl" wurde mit der Projektbetreiberin besprochen. Möglicherweise wird daraus die Selbstversorgergruppe einer Großfamilie, wo Menschen mit- aber auch ohne "besonderen Fähigkeiten" ganz natürlich integriert werden können ...? Mehr unter "Projekte" ... Konkret geplant ist eine größere Informationsveranstaltung am Sonntag, 18. November im Waldstüberl (Nähe St. Georgen). Dort soll eventuell eine Maisschälaktion stattfinden und es werden einfache Speisen gekocht und verkostet und wir sollten den dortigen "Konventionellen Landwirten" die Bio-Idee näher bringen. Ich soll Dokumentationen über Pfluglosen Ackerbau zeigen und natürlich auch unser Gemeinnützigkeitsprojekt vorstellen. Mehr Veranstaltungen unter "Veranstaltungen" ...
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15. Oktober Wieder eine intensive Diskussionsrunde, die kein Ende nehmen wollte ... Drei neue Teilnehmer(innen) brachten viel neuen Diskussionsstoff ein, sodass die Konzentration auf ein vorgegebenes Kernthema nicht realisierbar war. Die Frage ist, ob diese Art der von den Teilnehmern selbst dominierten Disskussion ein Nachteil ist? Würde es mehr bringen, wenn wir straff organisierte "Vorträge" veranstalten würden? (diese werden ohnehin noch kommen!) Ich persönlich (Alois) neige zur Ansicht, dass das persönliche Potential jedes einzelnen Gruppenmitgliedes möglichst ungehindert nutzbar gemacht werden sollte - aber das ist nur möglich, wenn wir alle auch geduldig und diszipliniert zuhören können - so wie dies auch diesmal (bis Mitternacht!) der Fall war. Drei Themenkreise wurden intensiv diskutiert: - "Giftfreie Lebensmittel" - Pflegeheimersatz durch Eingliederung von "Menschen mit besonderen Fähigkeiten" in eine Großfamilie - Ökodörfer und "neue Dorfgemeinschaften"- siehe dazu das Lösungsmodell unserer Initiative ... Solche "Musterlösungen" sind das Ergebnis unserer freien Diskussion und weitere werden noch folgen.
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8. Oktober Peter hat moderiert und jedes Gruppenmitglied hatte Gelegenheit seine/ihre bisher gewonnenen Diskussionsergebnisse, Überzeugungen und Zielvorstellungen zu formulieren. Das Ergebnis kurz gesagt: "Wir ziehen an einem Strang". Es gibt in unserem Kreis eventuell geringe Unterschiede in den Schwerpunktsetzungen, aber keine gegensätzlichen Auffassungsunterschiede und auch mit dem Inhalt dieser Webseite stimmen wir einhellig überein. Wir haben Konzepte, wir wissen was wir wollen. Zur Einleitung eines Gesinnungswandels der zum Aufbau der geplanten Selbstversorgungs-Gemeinschaften wichtig ist, brauchen wir Öffentlichkeitsarbeit. Der Schwerpunkt unserer Öffentlichkeitsarbeit wird wohl das persönliche Gespräch von Mensch zu Mensch sein und vor allem auch das Vorzeigen und praktizieren konkreter Aktivitäten. Erwartungen und Ziele:Protokoll von Franz Pill ....
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1. Oktober Thema: Ein alternatives Wirtschaftssystem. Aus dem geplanten "Kurzvortrag über das Konzept", wurde eine anregende Diskussion die bis gegen 23 Uhr gedauert hat. Dabei durften wir wieder neue Teilnehmer aus Graz in unsere Runde aufnehmen und uns an deren hochklassigen Beiträgen erfreuen. Es wurde beschlossen, die "Rechtsfragen" und den Aufbau geeigneter Organisations-Strukturen zukünftig in einem gesonderten Teilnehmerkreis zu behandeln. Ich selbst (Alois Kemmer) habe mich bereit erklärt, die Problematik ab sofort mit professioneller Unterstützung weiter zu betreiben und über die Ergebnisse zu berichten. Die Einladung zur Mitwirkung beim Thema Rechtsfragen ergeht an all jene Mitglieder unserer Arbeitsgruppe, die daran interessiert sind und entsprechende Kenntnisse einbringen können. Wir werden zu dieser Thematik zukünftig getrennte Sitzungen abhalten. Die weitere Entwicklung siehe unter Statuten ... Das geplante Thema Biofest in Kirchbach, am 14. Oktober kam aus Zeitgründen leider nicht zu Sprache.
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Die Gruppe "Bauen und Architektur" (ab 18 Uhr!) Themenvorschlag war - "Biomailer": Ist die gleichzeitige Gewinnung von Energie und von hochwertigem Kompost realistisch und nachhaltig? Zur Vorbereitung bitte lesen: DOWNLOAD - das Biomailerbuch. Es entwickelte sich eine hochinteressante Diskussion, an der auch erfahrene Baufachleute (darunter auch ein Grazer Architekt) teilnahmen. Das Theme Alternativenergie und energiesparendes Bauen wurde ausführlich behandelt.
24.September Thema: Konkrete Schritte zur Umsetzung
Fragen:
- Brauchen wir eine Genossenschaft (oder eine andere Organisationsform)? - Wie sollen wir konkret vorgehen? Es gibt ja schon so viele Initiativen und Organisationen, die offenbar die selben Ziele verfolgen. Wir müssen nicht unbedingt "das Rad neu erfinden". Aber - keine der Einzelinitiativen ist bisher stark genug, ein allgemeines Umdenken zu bewirken. Deshalb brauchen wir eine Vernetzung der vielen Einzelinitiativen, über eine Organisation die sich total uneigennützig auf diese Aufgabe konzentriert. Und wir unterstützen ein alternatives Wirtschaftssystem, privatfinanziert, ohne Zinsen und ohne Bankkredit.
Die Sitzung:
Vorführung und Diskussion der vorbereiteten Powerpoint-Präsentation
Diskussion über folgenden Text, der von Clemems G. Arvay (Bioschmäh-Buchautor) stammt: ---- Zitat das von Clemems G. Arvay (Bioschmäh-Buchautor) stammt ----- Die Ernährungssouveränität führt zur demokratischen Mitentscheidung der Basis über Produktion und Verteilung von Lebensmitteln.mehr ... ---- Zitat Ende ----- . . . . . . Kommentar von Alois Kemmer: Wachsamkeit tut Not! Die Vereinnahmung aller Lebensbereiche durch die Industrie nimmt überhand! Die Taktik der Großkonzerne wird immer klarer Sichtbar. Ein Begriff nach dem Anderen wird zielstrebig über die Massenwerbung angeeignet und damit "vereinnahmt". Beispiele: "BIO", "REGIONAL", "LOKAL", "NACHHALTIG", "NAHVERSORGUNG" und jetzt sogar "ERNÄHRUNGSSOUVÄRENITÄT"
Wir sollten unseren Einfluss nicht unterschätzen!
Wir stehen mit unseren Aktivitäten in der Öffentlichkeit und exakt im "Brennpunkt" der Großkonzerne - die Reaktionen = Vereinnahmung Unser Weg ist Aufklärungsarbeit von Mensch zu Mensch, Gemeinnützigkeit, Glaubwürdigkeit und Vertrauensbildung - da sind WIR stärker als die Konzerne. ... Kommentar-Ende .... Ernährungssouveränität ist unser gemeinsames Ziel und auch die Gemeinnützige Nahversorgung - darüber besteht Einigkeit, aber vorerst kein weiterer Diskussionsbedarf.
Konkrete Schritte zur Umsetzung werden von der Diskussionsrunde dringend eingefordert!
Daraus ergibt sich das Tema der nächten Runde: Genossenschaftsgründung
10. September: Start der Projektgruppe "Bauen und Architektur" mit Beginn um 18 Uhr. Danach das gemeinsam beschlossene Thema: Was brauchen wir wirklich zum "Leben". Und organisatorisches: Polentamais-Ernte als unterhaltsames Gemeinschaftserlebnis am 29. Seltember und das große Biofest auf der Staße, am 14. Oktober.
3. September: Eine spannende Diskussion die bis nach 23 Uhr gedauert hat, begann mit dem geplanten Thema "Den Sinn und Zweck unser Initiative - kurz gefasst - allgemein verständlich machen". Wie schwierig das sein kann hat sich in den letzen Tagen gezeigt, wo es darum ging, einen Kurztext für das Vukanland-Buch zu verfassen. Das Ergebnis herunterladen ... Wieder kam das Thema Tausch und Geldsysteme zur Sprache - es wurde vereinbart, einen der nächsten Montage wieder diesem Thema zu widmen. Ein Musterbeispiel - "Wir Mühlviertler" ... Ein Thema, das noch auf einen Montagstermin wartet, wurde mit "Zusammenleben gestalten" betitelt. Mit "Tausch und Plausch" wurde ein Zusammenlebensmodell bezeichnet, das auch Stadtbewohnern den direkten Zugang zu "Lebensmitteln" auch über den Tauschweg öffnen soll - ebenfalls ein abendfüllendes Thema.
27. August: Das waren die geplanten Themen - Wie kann ICH SELBT aktiv werden - (nicht bloß warten, bis etwas entsteht) Alle MitgestalterInnen sind eingeladen, eigene Konzepte oder wenigstens Wunschvorstellungen zur Verbesserung der Nahversorgung im persönlichen Umfeld zu entwickeln ...
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Die Gruppe ist größer geworden. Ein neues Gruppenmitglied (Ein Universitäts-Assistent) ist von Graz angereist - Er schreibt gerade eine Dissertation, genau zu unserem Themenkreis. (Übrigens - im Herbstsemester wird es eine Lehrveranstaltung der UNI-Graz geben, die nach Kirchbach kommt und sich mit unseren Themen befasst). Es entwickelte sich eine hochklassige und spannende Diskussion die beinahe bis 23 Uhr gedauert hat. Wie üblich konnte zwar das vorgegebene Thema nur am Rande behandelt werden, die von den TeilnehmerInnen für wichtiger gehaltenen Themen haben in unserer freien Diskussionsrunde immer Vorrang, so können alle viel besser ihre persönlichen Anliegen, Meinungen und Standpunkte ausdiskutieren. Die Vuklanland-Initiative "Zukunft Biologischer Landbau" gibt ein Buch heraus, dort können wir gratis auf einer Doppelseite unser Projekt vorstellen! Darauf konzentrierte sich dann unsere Diskussion. Vielen ist dabei erst klar geworden, wie komplex unsere Vorhaben eigentlich sind und wie schwierig es ist, dies mit möglichst wenigen Worten darzustellen. Einvernehmlich beschlosen wurde folgendes: - Die Gründung einer eigenen Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema Architektur und ökologisches Bauen befasst. Diese Gruppe trifft sich ab dem 10. September immer um 18 Uhr, also eine Stunde vor dem Beginn unserer Gruppentreffen. - Ein Link zum Abruf der Kontaktdaten der Gruppenmitglieder wird den Mitgliedern per Mail zugesendet, damit diese auch untereinander Kommunizieren können. (Datensicherheit ist uns wichtig, daher sind die Daten nur als Bilddatei abrufbar) - Das Angebot der Gratisernte von Polenta-Mais wurde mit viel Interesse aufgenommen - wenn möglich möchten wir daraus ein tolles Gemeinschaftserlebnis organisieren... Gemeinsam arbeiten, uns unterhalten und auch ein Wenig feiern ..? Wer braucht Mais? Wo, wer,wie - lagern, trockenen, Schälen -organisatorische Mitarbeit ist gefragt! Der Termin ist schon absehbar - wohl in etwa 3 Wochen? Ich werde Herrn DI. Kerngast kontaktieren und dann berichten. mehr ... Ein wunderbares Protokoll, verfasst von Elisabeth Zury 20. August - Diese Temen hatten wir uns vogenommen: - INWERTSETZUNG einer Gemeinnützigen Nahversorgung. - Was können wir zur Gesinnungsänderung beitragen in unserem persönlichen Umfeld und auch überregional? - Kontaktaufnahme mit schon vorhandenen Aktivitäten und Netzwerken. - Rechtsfragen - (bitte herunterladen und weitergeben und bei Interesse darüber diskutieren).
Wir nutzten den lauen Sommerabend am Biertisch im Freien:
Das Protokoll ... Wie schon gewohnt, kamen alle ausgiebig zu Wort und die Zeit war wieder einmal viel zu kurz. Die Diskussion konzentrierte sich auf die Darstellung der persönlichen Absichten, Erwartungen und Motivationen, dabei stellte sich klar heraus, dass wir in der Wertschätzung einer möglichst autonomen Selbstversorgung weitestgehend übereinstimmen. Der Wunsch nach konkreten Aktivitäten war sehr stark spürbar, genauso wie der starke Wunsch "auszusteigen" aus dem derzeit herrschenden immer unmenschlicher werdenden "System". Klar formuliert wurde auch die Tatsache, dass man allein auf sich gestellt wohl kaum einen "Ausstieg" schaffen kann. Auch das Thema Ökodörfer kam zur Sprache und hat enorm viel Interesse gefunden, sodass wir beschlossen haben, eines der nächsten Treffen allein diesem Thema zu widmen (am nächsten Montag ist dies aus Termingründen einiger Teilnehmer nicht möglich). In Kirchbach gibt es ja nicht nur die Bio-Oase , wo die Nahversorgung mit echten Bio-Spezialitäten längst ein Musterbeispiel der "Solidarischen Ökonomie" geworden ist, sondern neuerdings ganz starke Impulse auch in Richtung "Solidarische landwirtschaft" und Ökodörfer - nicht bloß als "Wunschvorstellung", sondern auch mit konkretem Hintergrund betreffend Finanzierbarkeit. Betreffend Rechtsfragen werden einige Mitgestalter Kontake zu ihnen persönlich bekannten Rechtskundigen Personen aufnehmen und dann darüber berichten. 13. August: Die Initiatoren des "Verein ERDE" , ein Traditionsverein in Markt Hartmannsdorf haben sich an unserem Gruppentreffen beteiligt und viel Kompetenz und viele neue Denkansätze eingebracht. Der Verein ERDE, mit einer großen Mitgliederzahl und mit sehr viel Vernetzungspotential soll neu belebt und auch in Richtung Nahversorgung ausgebaut werden. Ab 17. August finden im "Haus am Bach" in Markt Hartmannsdorf ein Aktions-Wochenende statt, dazu ist unsere Projektgruppe herzlichst eingeladen mehr ... - die intensive Zusammenarbeit scheint gesichert.
Und darüber haben wir diskutiert:
Nochmals über BIO und Bioschäh Vorteile von Kleinstrukturen - gibt es die ..? Die Genossenschaft als Bio-Großbetrieb organisieren? Teilzeitjobs für Nebenerwerbslandwirte Eine hoch-spannende Diskussion, die uns immer näher an die Grundfragen unseres Tuns heranführt: - Können wir eine echte Alternative anbieten, wenn es um die nachhaltige Versorgung mit natürlich gewachsenen "Lebensmitteln" geht, oder müssen wir uns den Diktat der Großkonzerne beugen, die zukünftig "alternativlos" all unsere Lebensmittel durch industriell erzeugte "Nahrungsmittel" ersetzen möchten ...? - Zahlt es sich aus, uns für den Erhalt von "Kleinstrukturen" einzusetzen - gibt es Bedarf und Interesse dafür ...? - Müssen wir zuerst einmal bei der INWERTSETZUNG (ein toller Begriff ...!) von regional überschaubaren Kleinstrukturen beginnen ...? - Wie definiert man eigentlich "klein" oder "groß", wenn es um Nahversorgungsstrukturen geht (Familienbetriebe ..? Wie groß - bis 20 Hektar, oder bis 500? Oder bis zu 5 Mitarbeiter, oder bis zu 500?) ..? - Brauchen wir eine Genossenschaft..? Um diese Frage zu klären, habe ich versucht, aus jetziger Sicht eine Zukunftsvision zu erstellen, diese haben wir teilweise durchdiskutiert. Sehr bald wurde uns das aber zu kompliziert, speziell was die Rechtsfragen betrifft. Wir brauchen dringend kompetente Unterstützung bei der Klärung der rechtsfragen - diese könnte eventuell aus Markt Hartmannsdorf kommen. mehr ...
Reaktionen
Am 17.08.2012 07:40, schrieb andreas.exner@aon.at: lieber alois das ist beachtlich. aber wozu ein "genossenschaftsinternes geldsystem" oder "tauschsystem"? geld steht der solidarität entgegen und ist INNERHALB einer genossenschaft - unabhängig von der debatte pro und contra markt - noch nie notwendig gewesen. wenn leute zusammenarbeiten wollen, sollen sie's tun. wenn nicht, sollen sie's lassen. da hilft geld auch nicht. im gegenteil. siehe etwa http://www.thesolutionsjournal.com/node/1143 lg andreas
Die Antwort:
Lieber Andreas! Herzlichen Dank für Deinen Beitrag -- ja Du bist mit Deinen Gedanken schon dort, wo ich persönlich auch gerne hinkommen möchte ... Ich sehe als Zielvorstellung eine Entwicklung in drei Stufen vor mir: 1. Die Solidarische Ökonomie (Siehe Bio-Oase und Biobauernmarkt CITYPARK) 2. Die Nutzergemeinschaft (mit Tauschsystem als Bestandteil der geplanten Genossenschaft) 3. Lebensgemeinschaften die wie ideale Großfamilien funktionieren - ganz ohne Tausch und ohne Geld (Das angestrebte Ziel!) Natürlich hast du Recht - in einer funktionierenden Lebensgemeinschaft oder in einer Großfamilie sollte man sich auf selbstlose Weise gegenseitig unterstützen. Leider funktioniert das heutzutage nicht einmal mehr in einer ganz "normalen" Partnerschaft ... Es gibt aber noch einen Grund für den Einsatz von genossenschaftsinternem Tauschgeld - das Steuer- und Sozialrecht: Wenn Privatpersonen untereinander ("steuerschonend" bloß Tauschhandel betreiben möchten, so darf daraus keine "Erwerbstätigkeit" entstehen. Wenn man in einer Nutzergemeinschaft (der nur Privatpersonen angehören) anstatt Geld "Tauschmittel" einsetzt die ausschließlich nur in dieser Gemeinschaft gültig sind, kann man viel besser glaubhaft machen, dass tatsächlich nur untereinander getauscht- aber nicht zu Erwerbszwecken "Handel" betrieben wird. Aber Du hast Recht! Wir sollten den Ausdruck "Geld" generell aus unserem Genossenschafts-Wortschatz entfernen und das Wort "Tauschgeld" durch den Begriff "Tauschmittel" ersetzen. Welche "Tauschmittel" könnten wir in einer Genossenschaft verwenden? Ich denke, darüber sollten wir gemeinsam beraten. Deine Reaktion habe ich auch zum Anlass genommen, unsere "Rechtsfragen" gründlich zu bearbeiten siehe dazu http://nahversorgungs.net/dateien/rechtsfragen.doc oder als PDF-Datei: http://nahversorgungs.net/dateien/rechtsfragen.pdf Ich habe natürlich euer Buch "Solidarische Ökonomie & Commons" (liebe Grüße auch an Brigitte!) mit großem Interesse gelesen - ihr sprecht mir damit "aus der Seele" und ich habe viel daraus gelernt, was ich mit meinen Initiativen sehr gerne auch umsetzen würde. Ein persönliche Aussprache mit Dir und natürlich auch mit Brigitte würde ich sehr schätzen. Und viel Erfolg auch mit dem Projekt Aschbuch! Liebe Grüße Alois 6. August: Thema - gibt es zwei Arten von Bio? Wir haben (nicht nur) über eine Mail an Josef Renner, Bio-Austria und an die Vulkanland-Organisattion / mehr ... diskutiert, sind aber mit der Bio-Problematik bei Weitem nicht fertig geworden - Fortsetzung erscheint sinnvoll. Am Mittwoch, am 8. August fand ein Gruppentreffen in Deutschlandsberg statt, zu dem ich wiederum von der Gruppe "Wieserhäusl" eingeladen war. Es fand eine sehr konstruktive Diskussion zwischen Bio-Landwirten und Konsumenten statt, die sehr interessante Erkenntnisse gebracht- und auch gezeigt hat, dass die von uns geplante Genossenschaft sehr viel zum Gelingen dieser aussichtsreichen Deutschlandsberger Nahversorgungs-Initiative beitragen kann. Wir sollten versuchen, die Gründung der Genossenschaft recht bald zu verwirklichen. Es würde zu weit führen, hier näher auf die insgesamt etwa 6 Stunden Gruppendiskussionen dieser Woche eingehen zu wollen, stattdessen kann man hier ... den Entwurf eines Inserates abrufen, den ich für das Buch "Biobauern im Steirischen Vulkanland" gestaltet habe. Dieses Inserat enthält kurzgefasst einen Überblick über den momentanen Stand unserer Planung. Bitte ausdrucken, genau studieren, eventuell auch weitergeben und bitte diskutieren wir darüber um diesen Entwurf eventuell noch anzupassen oder zu ergänzen. Ich freue mich auf alle interessentinnen und Interessenten, alle sind herzlichst eingeladen an unseren wöchentlichen Treffen im KB5 teilzunehmen und eifrig mitzugestalten. Alois Kemmer Ein Diskussionsbeitrag per Mail: Im Grunde genommen könnten wir genauso weiterleben wie jetzt, wenn es plötzlich das Tauschmittel Geld nicht mehr geben würde. Jeder holt sich aus dem Geschäft das was er braucht, jeder geht zur Arbeit wie bisher, jeder leistet (gibt) und konsumiert (nimmt). Die einzige Voraussetzung wäre die Überwindung der Gier. Das würde bedeuten: Der Einzelne hat immer auch das Wohl des anderen im Auge. Eigentlich eine einfache Sache! Die Überwindung der Gier kann nur stattfinden, wenn wir uns nicht selbst begrenzen und das für unmöglich halten. Das wäre der erste Schritt. Der 2. kann nur sein, sich selbst ehrlich zu beobachten und die eigene Gier (hat viele Gesichter und ist oft gut getarnt) zu erkennen um eine "Heilung" von diesem Laster zu ermöglichen. Ich bin mir sicher, dass es nicht 100% der Menschen schaffen müssen, angeblich reichen ein paar Prozent. Wie bei den Affen, wenn einer mal was gelernt hat sagt man, können es plötzlich auch die, die ganz woanders leben. Unsere ganze Sehnsucht und unser Bestreben nach anderen Zusammen-Lebensformen wird leichter zu erreichen sein, wenn wir uns als Zentrum der notwendigen Veränderung sehen. Wenn wir gemeinsam bei uns selbst beginnen, haben wir das Größtmöglichste getan. Also, los gehts! Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt! (M. Gandhi) Liebe Grüße und schönen Abend wünscht Melitta
Gruppentreffen 30. Juli 2012 Unser Tema war Regionalgeld und Tauschsysteme. Wir haben uns eine Dokumentation von Tobias Plettenbacher angeschaut und ausführlich darüber diskutiert (bitte auch anschauen!). In unserer Runde sind wir ganz kurzgefasst zu folgendem Ergebnis gekommen: Unser vorrangigstes Ziel sollte vorerst einmal die Bildung funktionierender Gruppen sein und auch die Vernetzung mit schon funktionierenden Gruppen. Erst wenn es Menschen gibt, die wie eine Großfamilie oder wie eine kleine Dorfgemeinschaft GEMEINSAM wirtschaften WOLLEN, werden "Hilfsmittel" wie Tauschgeld oder Tauschstunden hilfreich und notwendig sein. In unserer Diskussion haben wir aber auch erkannt, dass huntertprozentig funktionierende "Großfamilien" im Idealfall überhaut keine "Tauschmittel" brauchen würden. In einer funktionierenden Familie wird ja nicht getauscht sondern füreinander gesorgt, ohne die Einzelleistungen gegeneinander aufzurechnen. Derartiges würde auch die Soziale Sicherheit entscheidend verbessern (- was wir möglicherweise schon bald dringend brauchen würden?). Unsere weitere Diskussion entwickelte sich dann in Richtung "Bioschmäh" ... und ganz speziell um die Frage -
ist "groß" automatisch immer schlecht und "klein" immer gut ...?
Ich denke, das ist eine der Kernfragen. Wenn wir so viel Energie dafür verwenden wollen, neue Kleinstrukturen aufzubauen, dann sollten wir ja auch wissen wofür das "gut" sein sollte. Damit ergibt sich eigentlich gleich
das Thema für unser nächstes Gruppentreffen: Gibt es zwei Arten von Bio?
Ich möchte die Diskussion darüber wie folgt mit meinen ganz persönlichen Auffassungen eröffnen, gleichzeitig lade ich alle am Thema interessierten Personen dazu ein, mir ihre eigenen Meinungen per Kontaktmail zukommen zu lassen, damit ich sie hier veröffentlichen kann: Zuerst ein Beispiel: Es ist richtig - aus der Sicht einer Kuh macht es kaum einen Unterschied, ob sie gemeinsam mit 10 oder gemeinsam mit 500 Artgenossinen (streng nach den Bio-Regeln) gehalten wird. Aber aus der Sicht der Menschen, denen diese Kuhaltungen (hoffentlich doch..?) dienen sollte, macht das einen riesigen Unterschied: Gäbe es diese "Großen" nicht, könnten wahrscheinlich auch heute noch 50 Familien mit der Haltung von 500 Kühen überleben und so dienen sie bloß einer einzigen(möglicherweise hoch verschuldeter ...?) Familie und 49 Familien haben damit ihren Lebensunterhalt verloren. Und von einer Verbesserung der Versorgungssicherheit kann auch keine Rede sein, denn 50 "Kleine" sind krisensicherer als ein "Großer". Und die Handelsketten als "Retter der Biobauern" - "weil NUR sie die Versorgung garantieren können(?)" - kann ich auch nicht erkennen, ganz im Gegenteil, die Handelsketten haben die weitaus krisensicheren regionalen Kleistrukturen über den Preiskampf zerstört und damit die Versorgungssicherheit entscheidend verschlechtert.
Nach meiner Meinung wurde der Begriff "BIO" von gewinnorientierten Großkonzernen zum Zwecke der Gewinnoptimierung VEREINNAHMT und seines ursprünglichen Sinnes und seines Wesens beraubt.
Nach meinem Begriff ist "BIO" der Inbegriff eines natürlich gewachsenen "Lebensmittels". Total denaturierte Industrieprodukte haben aber mit meinem Begriff von BIO nicht das geringste gemeinsam, auch wenn irgendwelche Bestandteile davon tatsächlich aus einer Bio-Landwirtschaft stammen sollten.
Aus meiner Sicht gibt es also zwei Arten von BIO.
Leider gibt es aber nur einen einzigen von den konzerngesteuerten Gesetzgebern streng genormten Biobegriff, der sich aber immer mehr an den ganz normalen Industriestandard anzunähern beginnt. Gleichzeitig kann man aber auch den (recht positiven!) Effekt beobachten, dass die Standards der konventionellen Landwirtschaft in Richtung "etwas ökologischer" angehoben werden, sodass bald kaum noch Unterschiede erkennbar sein werden. Wir werden wohl keinen neuen Biobegriff einführen können - aber eines können WIR: Wir können Vertrauen schaffen zwischen Menschen die sich persönlich kennen, wenn wir uns zu überschaubaren Nahversorgungsgruppen zusammenschließen und wir können uns krisensicher und nachhaltig mit "echten Lebensmitteln" versorgen. Ich freue mich auf unser nächstes Treffen am Montag, 6. August, im KB5 in Kirchbach und auf eure Berichte und Diskussionsbeiträge. Alois Kemmer Gruppentreffen 23. 7. 2012 Beim letzten Gruppentreffen im KB5 in Kirchbach haben sich in der Diskussion zwei Schwerpunkte ergeben: 1.) Vorrang und Konzentration vorerst einmal für die Bildung von kleinen Gruppen, die GEMEINSAM die Selbstversorgung und die Nahversorgung und auch die persönlichen Kontakte intensivieren wollen. Speziell in der Region Frannach gibt es bereits konkrete Aktivitäten. 2.) Das nächste Gruppentreffen, am Montag 30. Juli, soll sich auf den Schwerpunkt REGIONALGELD und Tauschsysteme konzentrieren. Als Vorbereitung dazu könnte die "Gemeinwohl Ökonomie" von Cristian Felber gute Dienste leisten, aber auch das WIR-GEMEINSAM-Netzwerk bietet viele Möglichkeiten der intensiven Zusammenarbeit und Vernetzung, die wir diskutieren und auch aktivieren sollten.
In weiterer Folge möchten wir immer wieder Diskussionsschwerpumkte setzen und auch interessante Dokumentationen zeigen und auch Gastreferenten einladen, wenn Interesse besteht. Folgende konkrete Wünsche und Angebote an die Gemeinschaft wurden vorgebracht: 1.) Angebot: Wir haben letzte Woche mit unserem CSA Projekt in Graz begonnen. Wir haben zur Zeit noch ein paar Plätze frei, falls von euch jemand noch heuer mitmachen will. Mehr Info über unsere gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft 2.) Beihilfe im Bereich Landwirtschaft in der Region Frannach gesucht 3.) Bio-Polentamais wird zur Gratisernte abgegeben 4.) Gesellschafter(in) im Raum Radkersburg gesucht, für ältere Dame - kein Pflegefall und es werden auch keine Dienstleistungen erwartet. 5.)Angebote: Meine möglichen freiwilligen Beiträge: 1. Hilfe bei der CI und CD (Corporate Identity, Corporate Design), Logo, und bei der eigenen GNG Währung: 1. Vorschlag z.B. : 1 TAUSCH 2. Hilfe beim Marketing/Werbung (war Werbetexterin) (außer beim Generieren) bei Aussendungen, Flyer, Folder, Texte 3. Sobald in der Nähe vorhanden: Hilfe bei Bewirtschaftung 4. Hilfe bei der Organisation/Vorträge halten 5. Selbstverständlich soviel wie möglich bei den Nahversorgern kaufen und weiterempfehlen Meine möglichen Tausch-Leistungen: 1. Einzel-Coachings (siehe www.heartworks.at ) 2. Quantenheilung für Mensch & Tier 3. Systemische Arbeit für Potential-Entfaltung/Erfolgsberatung 4. Spirituelle Beratung und Begleitung 5. IQBT Seminare/Workshops 6. Herstellung individueller Natur-Essenzen weitere Tausch Möglichkeiten: Kochen Texten für private Aussendungen/Homepage Human Design Beratung stundenweise Tier- Kinder- oder Altenbetreuung Bogenschießen, Trommeln, Natur-Rituale Energiebilder, Auftragsbilder Leider besitzen wir zurzeit keine erheblichen Ersparnisse zum Investieren bzw. Anlegen in der Genossenschaft. Auch keinen Grund, wohne als Mieterin mit Kaufoption, wobei Kauf meinerseits nicht in Frage kommt. Derzeit kann ich etwa 10-15 Wochenstunden für gemeinnützige Arbeit anbieten (inklusive Arbeit am PC).
18. 7. 2012 Mail an die Arbeitsgruppe. Betr.: Das etwas andere "Protokoll" Liebe Mitgestalterinnen und Mitgestalter einer Gemeinnützigen Nahversorgung!
Das war ganz bestimmt ein denkwürdiger Abend - dieses Gruppentreffen am 16. 7. 2012 im KB5 in Kirchbach, das bis 22:30 Uhr gedauert hat:
Unter dem Eindruck dieser intensiven Diskussion über unser gemeinsames Vorhaben, ist mir der folgende bildliche Vergleich in den Sinn gekommen: Ein Bild kann aus beliebig vielen Farbpunkten bestehen. Zur Darstellung einer natürlich wachsenden Wiese würde man fast unüberschaubar viele Farbpunkte brauchen, aber mit kleineren (überschaubaren) Gruppen von Farbpunkten können wunderschöne Blumen dargestellt werden - mitten in einer Wiese der unendlichen Vielfalt. (Einer WIESE - die jedenfalls für mich persönlich der Inbegriff des nachhaltigen "Lebensraumes" ist). ... die Farbpunkte, das sind wir. Die Blumen, das sind die regionalen Kleingruppen, die es vielfach schon gibt und die wir beliebig ergänzen können, wenn wir uns in überschaubaren Bereichen zusammenschließen. Wenn wir daraus ein überschaubares Bild formen wollen, dann brauchen wir einen Rahmen für dieses Bild. Die "Gemeinnützige Nahversorgung" das ist der "Rahmen" für dieses Bild, das im laufe der Zeit immer bunter und reichhaltiger mit Blumen übersät sein kann, bis schlussendlich unser Lebensraum-Wiese wie ein einziger bunter Blumengarten anzusehen ist, der in natürlicher Pracht und Vielfalt lebt und gedeiht.
Dazu noch der Vergleich mit den "Unkräutern" auf den Wiesen und auf den Feldern (worüber wir auch intensiv diskutiert haben): Unkraut tritt ja immer nur dort auf, wo der Mensch versucht, die Natur dazu zu zwingen nur ein einziges "Kraut" wachsen zu lassen (=Monokultur). In einer natürlichen Vielfalt gibt es kein Unkraut. "Unkrautbekämpfung" ist nach meinem Begriff immer der falsche Weg, genauso, wie man die Überzeugungen anderer Menschen nicht bekämpfen sollte, so ist es auch mit der Unkrautbekämpfung: Man sollte versuchen, etwas Besseres zum blühen und gedeihen zu bringen, dann verschwinden die Unkräuter von selbst...
Großes Thema war die Frage der Nutzung von Wiesenflächen, deren Bewirtschaftung oft "nichts bringt", oder sogar noch Geld kostet. Ich habe versucht meine Erfahrungen mit Humusaufbau durch Gras-Flächenkompostierung - Thema "Vollwertwiese" weiterzugeben. Damit kann man Bodenfruchtbarkeit (die man momentan nicht nutzen kann oder will) konservieren und so auch als ein wertvolles Gut an die nächste Generation weitergeben - das genaue Gegenteil der heute üblichen Bodenausbeutung durch Raubbau. Auch meine Erfahrungen mit Pfluglosem Ackerbau haben wir angesprochen dazu würde ich aber bei Gelegenheit gerne auch ausführliche Dokumentationen zeigen.
Der in unserer Gruppe mitdiskutierende Leiter der Landwirtschaftsschule Alt-Grottenhof, Herr DI. Erich Kerngast, hat sehr erfolgreich dafür gesorgt, dass wir auf dem Boden er Realität bleiben und dass auch die kommerziellen Interessen nicht unbeachtet bleiben, aber er hat zum Abschluss auch eine sehr denkwürdige Meinung ausgedrückt, als es um die Frage ging, ob die Gründung einer Genossenschaft sinnvoll und notwendig ist: "Voraussetzung dafür ist eine Art spirituelle Grundeinstellung"
Ja, ich denke, darüber sind wir uns auch in diesem Gruppentreffen wieder einmal einig geworden - was wir ganz besonders brauchen, wenn wir zu einer Verbesserung der KLEINSTRUKTURIERTEN Nahversorgung beitragen wollen, ist DIE ÄNDERUNG DER GRUNDEINSTELLUNG UND DER GESINNUNG möglichst vieler Menschen. Wir müssen versuchen, abseits von Gut, Geld und Gewinn DIE WERTSCHÄTZUNG des "Guten Lebens" und der echten "Lebensmittel", des kleinstrukturierten Handwerks und vorallem auch die Wertschätzung des sozialen Zusammenhaltes zu fördern und bewusst zu machen.
Brauchen wir dazu eine Genossenschaft ...? Nein - eigentlich nicht unbedingt! Wir alle und all jene die diese Gesinnung verinnerlicht haben, können ja jederzeit damit beginnen, zuerst einmal sich zu fragen, ob wir es tatsächlich nötig haben irgendwelche Industrieprodukte anstatt ECHTER "Lebensmittel" zu essen und womit man SICH SELBST VERSORGEN kann und wie man gleichzeitig sozial und solidarisch motivierte Kontakte zu anderen Menschen im persönlichen Umfeld findet, mit denen man zur Ergänzung seiner persönlichen Nahversorgung zusammenarbeiten könnte - auf welche Art auch immer. Wir alle könnten uns bei jedem Einkauf und bei jeder Besorgung fragen, ob wir das was wir haben wollen nicht VIEL NACHHALTIGER auch im eigenen Umfeld bekommen könnten - oder ob wir mit etwas Initiative dazu beitragen könnten lebenswichtige Nahversorgungsprodukte zukünftig in der Region verfügbar zu machen ... (auch dann noch, wenn eines Tages die Weltwirtschaft "kracht"!) Damit können wir sofort beginnen und viele Menschen sind ja jetzt schon aktiv - ganz ohne Genossenschaft.
Aber irgendwie fehlt da der "Rahmen", der all diese Aktivitäten zusammenhält, unterstützt und fördert und so kann man beobachten, wie laufend recht vielversprechende Initiativen irgendwann "im Sand verlaufen". Wer soll diese Gesinnung laufend in die Gedankenwelt der vielen gestressten Menschen hineinbringen, wenn nicht eine Organisation wie die geplante Genossenschaft ...? Leider ist unser "altes" System bis hinein in unsere ureigensten Lebensbereiche darauf konzentriert und ausgerichtet, jede Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der Menschen zu verhindern und zu unterdrücken und möglichst alle Kleinstrukturen auszurotten - damit dann möglichst bald nur noch die Industrie und das Großkapital jede Macht über uns in ihre Hände bekommt. Diese Bestrebungen können wir nicht verhindern, aber wir können bessere Alternativen anbieten, an jene Menschen, die nach der oben beschriebenen Grundeinstellung und Gesinnung nach einem "besseren Leben" suchen wollen. Die Zeit ist reif dafür! Dazu brauchen wir die Gemeinnützige Nahversorgungs-Genossenschaft.
Die Änderung der Gesinnung vieler Menschen ist ein Mammutprogramm das auf dem ersten Blick total unrealistisch erscheint. Da hift nur eines, bei sich selbst beginnen und sich mit gleichgesinnten Menschen vernetzen und von klein auf zu wachsen beginnen. Dazu brauchen wir ein Netzwerk - das ich gestern angemeldet habe, und das uns AB HEUTE zur Verfügung steht: www.nahversorgungs.net Ich rufe alle Internetexperten in unserem Umfeld dazu auf gemeinsam mit uns ein Informationsnetzwerk aufzubauen, das in der Lage ist, jedem interessierten Menschen den Weg zu Produkten und Dienstleistungen zu weisen, die aus der kleinstrukturierten Nahversorgung stammen. Natürlich sollen hier auch reichlich Expertenwissen und solidarisch gesinnte Hilfestellungen von Mensch zu Mensch angeboten werden. Ich denke, damit ist bereits ein erster ganz konkreter Grundstein gelegt.
Die geplante Genossenschaft hat aber zusätzlich noch viele wichtige Funktionen zu erfüllen, die wir teilweise schlagwortartig schon bekannt gemacht haben. Einige Beispiele haben wir ausführlich besprochen: - Bildung eines Vermögenspools für Investoren, die Ihr Geld vor dem Wertverlust bewahren wollen. - Gratisnutzung von Genossenschaftseigentum über eine professionelle Nutzungsverwaltung möglich machen. - Anteilsscheine, Alternativwährung und Tauschstunden den Mitgliedern verfügbar machen. - Vernetzung mit möglichst allen Nahversorgungs-Aktivitäten. - Soziale und solidarische Aktivitäten einrichten und organisieren - Schaffung von regulären Arbeitsverhältnissen. - Schaffung von Rechtssicherheit in dieser komplizierten Welt, durch heranziehung von Expertenwissen, vorallem wenn es um die Vermeidung von unnötigen Steuern und Abgaben geht - nur so werden Kleinstrukturen in Zukunft überleben können.
Das Thema Statuten wurde besprochen, wobei speziell die Formulierung von § 2 - Zweck und Umfang der Genossenschaft - ausführlich behandelt wurde. Der Text lautet:
Die Genossenschaft ist eine sozial motivierte gemeinnützige Organisation zur Förderung und zum Wiederaufbau der kleinstrukturierten regionalen Nahversorgung. Zweck der Genossenschaft. Herstellung einer weitgehend autonomen Versorgungssicherheit in überschaubaren Kleinregionen, die (auch in Krisenzeiten) überwiegend über persönliche Kontakte von Mensch zu Mensch funktionieren. ...... Der bisher erarbeitete 6. Vorentwurf umfasst 10 Seiten und ist über den Link http://www.bio-oase.at/statuten.pdf abrufbar und sollte möglichst von allen Gruppenteilnehmern gelesen und wenn möglich per Mail kommentiert werden, falls jemand Meinungen oder Anregungen einbringen möchte und nicht an den Gruppentreffen teilnehmen kann.
Unsere intensive Arbeit hat also längst schon begonnen, dazu gehören unsere täglichen persönlichen Kontakte mit gleichgesinnten Menschen und die wöchentlichen Gruppentreffen, jeden Montag um 19 Uhr im KB5 in Kirchbach, zu der alle an der Thematik interessierten Personen herzlichst eingeladen sind. Aber auch an Gruppentreffen in Anderen Regionen - wie beispielsweise in Deutschlandsberg - sollten wir teilnehmen wann immer wir können.
Ich grüße euch alle recht freundlich und freue mich schon auf unser nächstes Treffen am kommenden Montag