Wozu soll ICH diese
Gesinnungsgemeinschaft
fördern und unterstützen?
Sie sollten sich vorweg folgende Fragen stellen:
·
Bin ICH bereit, maßgeblich am Aufbau eines neuen,
nachhaltigen Wirtschaftssystems mitzuwirken und BEI MIR SELBST damit zu
beginnen?
·
Möchten ICH mich ausschließlich auf Industrieprodukte
aus dem Supermarkt verlassen, oder ist mir die nachhaltige Versorgung mit
echten regionalen „Lebensmitteln“ wichtiger?
·
Möchten ICH wirklich immer alles sofort wegwerfen, wenn
etwas kaputt geht?
·
Muss wirklich bald jedes Kleidungsstück aus China
stammen, oder ist MIR der Erhalt der Kleinstrukturen wichtig, wo noch Dinge des
täglichen Bedarfes und speziell auch „echte“ Lebensmittel in
Handarbeit hergestellt werden?
ICH bin ja nur ein
ganz „normaler“ Konsument, habe Arbeit und lebe in der Stadt ...
Die nachhaltige Versorgung mit echten „Lebensmitteln“ ist
bald nur noch über die persönliche Mitwirkung der Stadtbewohner möglich, denn
die Biobauern sind jetzt schon total ausgelastet.
Die Gesinnungsgemeinschaft organisiert Verteilungssysteme
unter Mitwirkung der Konsumenten und schafft so die Basis zum Erhalt und zur
Neugründung kleinstrukturierter Landwirtschaft, die hochwertige Lebensmittel
mit der dafür nötigen Handarbeit herstellen kann. Wenn die Konsumenten nicht
selbst initiativ werden und die Kleinstrukturen aktiv unterstützen, dann wird
es speziell für Stadtbewohner bald nur noch industriell erzeugte „Nahrung“ aber
keine echten „Lebensmittel“ mehr geben und Dienstleistungen des täglichen
Lebens werden nur noch über teure Institutionen zu bekommen sein. Die gesamte
Selbstversorgung muss über „Lohnarbeit“ verdient werden, dazu droht vermehrt
Arbeitslosigkeit.
Stadtbewohner brauchen diese Gesinnungsgemeinschaft viel
dringender als Landbewohner. Sie sollten sich an Nahversorgungs-Gemeinschaften
beteiligen (Beispiel Foodcoop), die direkt von Mensch zu Mensch gemeinschaftliche
Selbstversorgung betreiben und gemeinschaftlich auch Lebensmittel direkt
von den Biobauern beziehen, lagern, selbst verarbeiten und untereinander
verteilen. Nahversorgungs-Gemeinschaften können dazu geeignete Räumlichkeiten
anmieten und über Informationssysteme und Vernetzung ein rechhaltiges Sortiment
garantieren.
ICH lebe in einer
Kreditfinanzierten Stadtwohnung ...
Dann kommt bei Ihnen auch noch das Risiko des
Verdienstausfalles durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit hinzu. Sie könnten
eine „Umschuldung“ ihres Bankdarlehens überlegen. Die Gesinnungsgemeinschaft
könnte ihnen über ihr Netzwerk www.nahversorgungs.net
behilflich sein, Investoren zu finden, um Ihr Darlehen über Privatgeld zurückzuzahlen
und sie damit vom Pfandrecht der Bank und von den Ratenzahlungen zu befreien
und gleichzeitig Privatkapital in grundbücherlich sichergestellten Mitbesitz umzuwandeln.
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ICH bin Pendler
und lebe am Land ...
Da haben Sie möglicherweise noch mehr Probleme als die
Stadtbewohner. Sie haben weniger Zeit für die Selbstversorgung und es kommen
noch enorme Wegekosten und unproduktive Wegzeiten hinzu.
Sie könnten versuchen sich einer ländlichen Nahversorger-Gemeinschaft
anzuschließen (oder selbst eine solche gründen?). Möglicherweise können Sie
zumindest einen Teil der Lohnarbeit durch „Selbstversorgung“ ersetzen, wenn Sie
ein geeignetes Grundstück in Ihrer Nähe biologisch bewirtschaften und wenn Sie
in Ihrem Umfeld eine Selbstversorger-Gemeinschaft aufbauen helfen.
Möglicherweise könnten Sie als Pendler beim Transport von
Nahversorgungsprodukten mitwirken. (Über das Informationssystem der
Genossenschaft www.nahversorgungs.net
kann man geeignete Möglichkeiten suchen und finden). Oder Sie können eine
Teilzeitarbeit bei einem regionalen Nahversorgungs-Betrieb annehmen
(Bio-Landwirtschaft, Vermarktung, Verteilung, Transport oder Lagerung) und auf
das Pendeln verzichten.
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ICH habe ein
(Kreditfinanziertes) Einfamilienhaus mit Garten am Land ...
Eine „Umschuldung“ mit Hilfe privater Investoren könnte auch
Ihnen nachhaltig Sicherheit bringen, ihr Haus auch in Krisenzeiten nicht zu
verlieren. Wenn Sie keine Ratenzahlungen mehr zu leisten haben und aus Ihrem
Garten mit eigener Arbeit ein Maximum herausholen, dann können auch Sie mit
viel weniger Lohnarbeit auskommen. Sie könnten sich an einer regionalen
Nahversorger-Gemeinschaft beteiligen und eventuell im Bereich Lagerung und
Verteilung von Lebensmitteln tätig sein.
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ICH bin
Nebenerwerbs-Landwirt ...
Sie sind eine wichtige Stütze der Gemeinnützigen
Nahversorgung! Sie besitzen reichlich Erfahrung in der Landwirtschaft und Sie
besitzen auch Gerätschaften und Gebäude. Sie könnten Vollerwerbs-Bio-Landwirt
werden und gemeinschaftlich organisiert die Nutzung von zusätzlichen
landwirtschaftlichen Flächen und auch die Nutzung von mehreren kleinen
Landwirtschaften in Ihrer Region übernehmen (!). Die Nahversorgungs-Gemeinschaft
würde Ihnen über ein regionales Verteilungssystem bestimmt genügend
Absatzmöglichkeiten für Ihre Bioprodukte verschaffen können.
Falls Sie Ihre Lohnarbeit nicht aufgeben möchten, dann
hätten Sie auch die Möglichkeit, Nutzungsrechte an die regionale Nahversorgungs-Gemeinschaft
zu vergeben und damit „Gemeingut“ nutzbar zu machen, oder Ihre
Landwirtschaft an einen anderen gemeinschaftlich organisierten Landwirt in
Ihrer Region zu verpachten (proforma um 1 € pro Jahr) und gleichzeitig Teile
Ihrer eigenen Landwirtschaft gemeinsam mit einer Selbstversorger-Gemeinschaft
„zur Selbstversorgung nutzen“. Damit würden alle Steuern und auch die
unnötigen doppelten Sozialkosten wegfallen (Sie sind ja ohnehin als
Arbeitnehmer versichert).
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ICH bin
Nebenerwerbs-Landwirt und möchte bald in Pension gehen ...
Wenn Sie Ihre Landwirtschaft an einen gemeinschaftlich
organisierten Landwirt in Ihrer Region verpachten, dann können Sie jederzeit in
Pension gehen – befreit von allen Fixkosten aus der Landwirtschaft und Sie
könnten das Nutzungsrecht an Teilen Ihrer Landwirtschaft gemeinsam mit einer
Selbstversorger-Gemeinschaft „zur Selbstversorgung nutzen“. Sie können
zusätzliche Soziale Sicherheit gewinnen, wenn Sie sich in der regionalen
Gemeinschaft der Gemeinnützigen Nahversorgung bis ins hohe Alter hinein
nützlich machen - Ihre Erfahrungen sind dort sehr gefragt.
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ICH soll von
meinen Eltern eine kleine Landwirtschaft übernehmen ...
Es wird gesagt, von einer kleinen Landwirtschaft kann man
„heute“ nicht mehr leben. Wenn Sie aber bereit sind mit vollem Einsatz der
eigenen Arbeitskraft und mit vollster Überzeugung eine Bio-Landwirtschaft zu
betreiben und wenn die Landwirtschaft nicht verschuldet ist („Umschuldung“
nutzen!) und wenn keine großen Investitionen nötig sind, dann können Sie
durchaus Ihren Lebensunterhalt damit verdienen. „Reich“ werden sie (ohne
Raubbau) nicht werden – aber Sie können sich auf ein „Gutes Leben“ einstellen –
wenn sie Möglichkeiten ausschöpfen, die Ihnen die Gesinnungsgemeinschaft
speziell bei der Vermarktung und über Nutzungs-Gemeinschaften anbietet.
Falls Sie lieber einer „Lohnarbeit“ nachgehen möchten, so
sollten sie (wie oben beschrieben) die Verpachtung an an einen gemeinschaftlich
organisierten Landwirt in Ihrer Region und die nebenbei auch die Nutzung zur
Selbstversorgung überlegen - Nebenerwerbslandwirt zu werden ist nicht
erstrebenswert. Wozu doppelt Sozialversicherung und Steuern bezahlen?
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ICH bin
alleinerziehende Mutter und lebe in der Stadt ...
Für Sie ist die Gesinnungsgemeinschaft besonders geeignet, gemeinsam
mit Ihren Kindern ein „gutes leben“ zu führen. Sie könnten sich in eine Selbstversorger-Gemeinschaft
integrieren, oder eine solche mit Hilfe und Unterstützung der Gesinnungsgemeinschaft
gründen. Die gegenseitige Hilfe und Unterstützung in einer solchen
Gemeinschaft, eventuell zusätzlich mit gemeinschaftlichem, kochen, essen,
waschen, nähen, handarbeiten, Kinder versorgen, lernen, spielen und nebenbei
Lebensmittel lagern, bearbeiten, tauschen, verteilen und auch im Namen und auf
Rechnung der Erzeuger verkaufen – all das garantiert ein „gutes Leben“ in
sozialer Sicherheit.
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ICH bin schon in
Pension, habe genug Zeit und genug Geld ...
Auch wenn Sie meinen, Sie hätten alles was sie brauchen – sind
Sie wirklich sicher ob ihre Ersparnisse auch noch in einigen Jahren ihren WERT
behalten haben ...? Sind Sie sicher, dass Sie auch in einigen Jahren noch
von Ihrer Rente leben können ...?
Sie können über die Beteiligung an einer regionalen
Nahversorger-Gemeinschaft wichtige Dienste anbieten und Sie können
dauerhaft und krisensicher in einer Generationen übergreifenden Gemeinschaft
„leben“. Sie haben Zeit, Geld und auch wertvolle Erfahrungen. Wenn Sie
zusätzlich auch Ihre Ersparnisse werterhaltend in grundbücherlich
sichergestelltes Miteigentum umwandeln und damit die von ihnen genutzten
Kleinstrukturen erhalten helfen und auch besitzlosen Menschen eine
Lebensbasis bieten, dann sind Sie automatisch in ein Sozialsystem integriert, dass
ihnen im Alter viel mehr dienen kann als ihre Ersparnisse auf der Bank.
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ICH bin
„Ausländer“, ohne Arbeitserlaubnis und ohne Existenzgrundlage ...
„Selbstversorgung“ hat damit bei Ihnen wohl oberste
Priorität! Wenn Sie sich einer regionalen Selbstversorger-Gemeinschaft
anschließen, dann können Sie dort zwar kein Geld verdienen, sich aber
auf legale Weise weitestgehend selbst
versorgen. Sie könnten für die Gemeinschaft kochen, waschen, putzen, nähen,
Gartenarbeit verrichten, Lebensmittel lagern, verteilen, transportieren +++.
Menschen, die täglich schwer arbeiten müssen, würden Ihre Dienste sehr schätzen
und Sie wären sofort in ein soziales Netzwerk der gegenseitigen Hilfe und
Unterstützung eingebunden, das auch Ihnen Versorgungssicherheit und
Lebensfreude bieten kann.
Es gibt natürlich noch viele andere Lebensumstände bei denen
die Gesinnungsgemeinschaft hilfreich sein kann. Voraussetzung ist ein Gesinnungswandel
in Richtung Gemeinnützigkeit, Regionalität und Wertschätzung der
Versorgungssicherheit über eigene Handarbeit.
Mit dem Aufbau von regionalen Nahversorgungs-Gemeinschaften
kann sofort begonnen werden – aber ohne Eiegeninitiative geht es nicht!
Nutzen Sie jetzt
schon intensiv das
www.nahversorgungs.net
Über eine aktive Gesinnungsgemeinschaft schaffen wir
(über Vernetzung) eine strukturierte Organisation, die viele der schon
vorhandenen Einzelinitiativen zu einer „Bewegung“ vereinigt und damit zu mehr
regionaler Versorgungssicherheit führt.
Infos und Kontakt: Alois Kemmer Tel.: 0676 9645604
http://nahversorgungs.net/kontakt.html