Liebe Gesinnungsfreunde und liebe Mitgestalterinnen und Mitgestalter
der Gemeinnützigen Nahversorgung!
Nach einer längeren "Kunstpause" melde ich mich zurück. Inzwischen
hat sich einiges getan. Immer mehr Menschen beginnen zu verstehen,
dass die Globalisierung kein nachhaltiges Allheilmittel ist und dass
unsere "Überflussgesellschaft" einem Ende zusteuert und dass wir
dringend beginnen müssen, ganz neue Wege zu beschreiten und dabei
selbst aktiv zu werden:
Beide Ziele sind über die "GEMEINNÜTZIGE NAHVERSORGUNG"
erreichbar, wenn wir RECHTZEITIG damit beginnen regionale
Selbstständigkeit im persönlichen Bekanntenkreis in die Tat
umzusetzen und zielstrebig EIN FREUNDSCHAFTLICHES
VERTRAUENSVERHÄLTNIS zwischen den Erzeugern und den Konsumenten
aufzubauen. Versorgungssicherheit und Absatzsicherheit ergänzen sich
in einer von Freundschaft und Solidarität geprägten Gemeinschaft
ganz automatisch und alle Teilnehmer profitieren davon - ganz
besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
Gerade jetzt sollten wir versuchen die
regionale Nahversorgung in die Ortszentren zurück zu bringen!
Es gibt schon viele Versuche, dies in die Tat umzusetzen und auch
ich befasse mich derzeit intensiv mit diesem Vorhaben, das wir über
unsere Hofgemeinschaft Schirnitz - http://nahversorgungs.net/hofgemeinschaft_schirnitz.html
- starten und in die Tat umsetzen wollen:
Andreas Schweighofer wird schon am 1. 9. 2014 ein kleines
Handelsunternehmen gründen, die
Naturgenuss Organisation www.naturgenuss.org
Ein wirklich mutiges Unterfangen - gerade in
einer Zeit, wo offenbar gerade die letzten Kleinbetriebe zum
Aufgeben gezwungen werden sollen, wollen Andreas und seine
Partnerin Anna ein neue Lebensmittelgeschäfte eröffnen?! Ein
Experiment, das man mit Interesse beobachten sollte.
Die Naturgenuss Organisation möchte auf längere Sicht mehrere Verkaufsläden
in den Ortszentren betreiben und die Belieferung mit echten
"Lebensmitteln" aus der Region organisieren. Industriell
hergestellte Bio-Produkte werden generell nicht angeboten,
stattdessen aber: Bio-"Lebensmittel" mit Stammbaum - ein
Bio-Standart mit erhöhten Ansprüchen, der ein Vertrauensverhältnis
über eine totale Transparenz schafft und mehr bietet als das
offizielle Bio-Zertifikat, das ja leider immer mehr an die
industrielle Produktion angepasst wird. Naturgenuss mit Garantie - mit diesem speziellen Zertifikat
garantiert die Naturgenuss Organisation für natürlich gewachsene
Lebensmittel, ohne Einsatz von Pestiziden und von anderen
unnatürlichen Mitteln und Methoden. Hausgemachte Spezialitäten - damit wird
Nebenerwerbslandwirten, aber auch Hobbygärtnern und einfachen
Hausfrauen und darüber hinaus allen Menschen mit Kreativität die
Möglichkeit geboten, ihre selbst hergestellten Spezialitäten unter
regulären Bedingungen zu verkaufen - wen diese den strengen
Kriterien der Naturgenuss-Garantie entsprechen. Imbiss und fertige Speisen - die tägliche Offenhaltung eines
Verkaufsladens wird nur möglich sein, wenn im Laden auch hochwertige
Imbiss-Produkte, Salate, Fruchtsäfte, belegte Brötchen und
dergleichen zubereitet- und von den Kunden auch entsprechend
angenommen werden. Biokisterl-Abholstation - Ein täglich geöffneter Laden kann
natürlich ideal als Abholstation für die schon sehr beliebten
Bio-Kistern genutzt werden. Die Solidarische Landwirtschaft (CSA) - soll über diese
Naturgenuss-Läden intensiv unterstützt werden. Es können ja dafür
eigene Abhol-Bereiche im Laden bereitgehalten werden.
Es ist zu hoffen, dass der erste
Naturgenuss-Laden schon bald im Zentrum von Gleisdorf entstehen
wird ....?
Die Naturgenuss Organisation schafft viele
Nebenerwerbs-Möglichkeiten
Generell ist geplant, die "Selbstständige
Erwerbstätigkeit" als Grundprinzip einzuführen.
Derzeit versuche ich gerade, ein neues "Freies Gewerbe" zu
kreieren - die
Nahversorgungs-Unternehmer:
Handel - auch mit landwirtschaftlichen Produkten, die selbst
geerntet, transportiert, konserviert, verpackt, als
Dienstleister von Landwirten bearbeitet, als einfach
zubereitete Fertig-Speisen verkauft- oder als Imbiss
verabreicht werden.
Falls dieses neue "Freie Gewerbe" vom Gewerbeamt anerkannt wird,
dann sind die für diesen Beruf notwendigen, wichtigen und auch
einwandfrei erlaubten Tätigkeiten über die Berufsbezeichnung
"Nahversorgungs-Unternehmer" klar und übersichtlich definiert
und zusammen gefasst.
Im Prinzip gelten diese Tätigkeiten ja ohnehin jetzt schon als
"Nebentätigkeiten" des Handelsgewerbes und sollten daher auch
mit einem einfachen Handelsgewerbe legal ausgeübt werden können.
Aber es wäre natürlich vorteilhafter, wenn einige noch
bestehende Unsicherheiten und "Graubereiche"- und damit eine
andauernde Gratwanderung am Rande der Legalität vermieden- und
durch klare Definitionen ersetzt werden könnten.
Wer den Mut, den Geist und die Fähigkeiten
hat, ist eingeladen, selbst diesen Schritt in die
Selbstständigkeit zu wagen.
Unser Netzwerk ist schon stark genug, um die Neugründung von
Lebensmittel-Läden in den Ortszentren zu unterstützen.
Und die Naturgenuss Organisation steht ab September zur Verfügung,
wenn es darum geht, das regionale Lebensmittelangebot mit noch
fehlenden Produkten zu ergänzen.
Die Führung eines Naturgenuss-Ladens schafft
zumindest einen Vollzeit-Job
für einen Nahversorgungs-Unternehmer oder für eine
Nahversorgungs-Unternehmerin. Daneben können aber auch die
Möglichkeiten von geringfügigen (Neben-) Beschäftigungen ganz
regulär genutzt werden - beispielsweise auch von Pensionisten, von
Arbeitslosen oder von Teilzeitbeschäftigten oder von Leuten die ganz
einfach Zeit und Lust dazu haben. Inzwischen haben wir schon einige
Erfahrungen gesammelt, auch über die Möglichkeiten der Unternehmensgründungs-Programme,
die vom AMS angeboten werden. (Spezielle Informationen darüber sind
verfügbar).
Ein Nahversorgungs-Unternehmen kann auch
nebenberuflich als "Kleingewerbe" betrieben werden.
Unterhalb der Geringfügigkeitsgrenzen (Nettoeinkommen unter ca.
4700,-¤ Jährlich und maximal 30.000,- Euro Jahresumsatz) fallen
überhaupt nur die Kammerumlagen (ca 100,- pro Jahr) an.
Die "Gemeinnützige Nahversorgung" wird immer
wichtiger.
In Zeiten, wo immer mehr Menschen Probleme haben einen Job zu finden
und mit ihrem Einkommen auch "auszukommen", gewinnen regionale
Gemeinschaftsinitiativen und auch die Möglichkeiten eines
geringfügigen Nebeneinkommens (Monatlich maximal ca 450 Euro) immer
mehr an Bedeutung. Das sollte für uns eine zusätzliche Motivation
sein, solche Initiativen aktiv zu unterstützen und generell in den
Regionen näher zusammen zu rücken, die persönlichen Talente zum
Einsatz zu bringen und vermehrt die regional vorhandenen
Möglichkeiten zu nutzen.
Persönliche Vertrauensverhältnissen entstehen ganz von selbst, wenn
wenn Konsumenten und die Produzenten damit beginnen,
gemeinschaftlich zu denken und sich gegenseitig zu unterstützen. Je
mehr diese Gesinnung platz greift, desto beruhigter können wir in
die Zukunft blicken.
Ich wünsche Euch allen einen wunderbaren Herbst, der euch jene
Sonnenstunden zurück bringt, die uns dieser Sommer bisher
vorenthalten hat.
Liebe Grüße
Alois
3
9.
Juni 2014
Liebe Gesinnungsfreunde und liebe Mitgestalterinnen und
Mitgestalter der Gemeinnützigen Nahversorgung!
Hier seht Ihr
einen kleinen Ausschnitt aus dem neu gestalteten Bereich dieser Webseite:
Die Zeit ist reif!
Nicht länger warten
JETZT HANDELN
Sorgen wir GEMEINSCHAFTLICH vor für
unsere VERSORGUNGSSICHERHEIT ,,,
auch über eine krisenfeste Geldanlage ...
denn die (scheinbare !) Sicherheit und der Überfluss könnten ein plötzliches
Ende finden!
In den letzten Tagen habe ich mich intensiv mit den Themen Versorgungssicherheit,Wirtschaftskrise, Geldanlage, Geldentwertung undPrivatgeld-Finanzierung
von Nahversorgungsprojekten befasst, weil ich diese Themen für sehr aktuell
halte und deshalb zum Schwerpunkt meines neuen Newsletters machen wollte.
Mit der Einbringung dieser Thematik in unser www.nahversorgungs.netkann ich mich nun darauf beschränken, euch
einmal mehr herzlich einzuladen einfach das Internet zu nutzen – so wie dies
ohnehin bereits immer intensiver geschieht.
Soeben haben wir
die Marke von 15.000 Internet-Zugriffen überschritten
– heuer waren es
schon über 5.000 Zugriffe!
Über die Webseite erreichen wir bereits viel mehr Menschen
als dies per Mail jemals möglich wäre. Wenn es uns gelingt, über das höchst
aktuelle Thema „Geldanlage“ wieder viele Menschen zum Nachdenken zu bewegen,
dann ist das wiederum ein wichtiger Beitrag zum angestrebten Gesinnungswandel.
Ich persönlich halte es gerade jetzt für entscheidend
wichtig, dass Menschen, die noch über Geldreserven verfügen endlich aufwachen(!)
– und nicht zuwarten, bis das schöne Geld gänzlich wertlos ist ...!
Ja, die Zeiten
sind bereits da, wo man keine Zinsen mehr bekommt,
sondern man noch
dafür bezahlen soll, dass die Banken unser Geld verzocken!??
Während sich
Menschen in unserem persönlichen Umfeld hoffnungslos verschulden!??
Und die Zeiten
sind nicht mehr fern, wo hoch verschuldete Menschen
(nach einer
plötzlichen Zinserhöhung!) ihr „Eigentum“ verlieren werden!
Gute Tipps für
Geldanlagen haben jetzt Hochkonjunktur.
Die Schaffung von
Versorgungssicherheit ist ganz bestimmt ein guter Tipp.
Wie zu erwarten war, wurde der Einspruch gegen den Bescheid
aus rein formalen Gründen abgewiesen.
Waren also alle Bemühungen nutzlos? Ich glaube nicht!
Einerseits können Konsumenten sehr wohl nachvollziehen, wie
streng die Biobauern überprüft werden und andererseits können auch die
Biobauern, die Pestizidfreie
Bio-Landwirtschaft betreiben wollen sehr viel daraus lernen. Durch ein
falsches Wort in der Maßnahmen-Dokumentation kann aus einem lebenswichtigen und
absolut natürlichen Grundstoff allem Organischen Lebens ein nicht erlaubtes
„Mittel“ werden ...!
Gelebte Praxis der „Gemeinnützigen Nahversorgung“
Am 12. Mai wurde (wie schon berichtet) eine arbeitslose und
mittellose alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern durch einen
Wohnungsbrand Obdachlos.
Viele Hilfsangebote sind eingetroffen!
Heute bezieht sie eine Ersatzwohnung, die sie sich auch
leisten kann. Der Eigentümer, der diese Ersatzwohnung nur sporadisch selbst
genutzt hat, überlässt diese Wohnung der jungen Mutter OHNE EINE MIETE zu
verlangen! Lediglich die anfallenden laufenden Kosten sind von der Mieterin
zu bezahlen und die Mieterin sorgst selbst für die schrittweise Sanierung der
reparaturbedürftigen Wohnung. Das kommt auch dem Vermieter zugute, weil dadurch
der Werterhalt- oder sogar eine Wertsteigerung eintritt.
So gewinnen beide!
Die Wohnung wurde bisher deshalb nicht vermietet, weil
erhebliche Investitionskosten nötig gewesen wären und weil die Vermietung dann
zu hohen Steuerbelastungen des Vermieters geführt hätte.
Die Vorteile des Vermieters: Durch den Verzicht auf
Mieteinnahmen entstehen keine Steuerbelastungen, es sind keine
Investitionskosten an, der Werterhalt ist sichergestellt und ab sofort
fallen keinerlei Fixkosten mehr an.
Die Vorteile der Mieterin: Sie kann langfristig
mietfrei wohnen und sie muss nur die Betriebskosten bezahlen und sie hat Hilfsangebote
zur Sanierung der Wohnung.
Das bessere Sozialsystem?
Eine junge, ebenfalls mittellose und arbeitslose Frau kommt
aus Bosnien und beide Frauen und die zwei Kinder werden eine Wohngemeinschaft
bilden. Die junge Mutter kann damit eine Vollzeitbeschäftigung annehmen
und die junge Frau aus Bosnien führt den Haushalt, sie „lebt einfach mit“ und
ist mit einem monatlichen Taschengeld von 150 Euro hoch zufrieden, denn in
Bosnien haben 150 Euro einen Wert...
Auch Vater Staat ist ein Gewinner!
Es entfallen alle Sozialleistungen für die junge Mutter,
denn sie arbeitet wieder regulär und organisiert auch die Kinderbetreuung
selbst und es entfällt die Arbeitslosenunterstützung.
Die junge Frau aus Bosnien verursacht als „Gast“ keinerlei
Sozialleistungen, sie lernt Deutsch und sie kann sich möglicherweise nach
einiger Zeit eventuell in Österreich integrieren.
Ich denke, das ist
ein schönes Beispiel – mitten aus dem Leben gegriffen.
So funktioniert
die „Gemeinnützige Nahversorgung“
Liebe Grüße an alle Mitgestalterinnen und Mitgestalter eines
neuen solidarischen Miteinanders.
Alois Kemmer
3
15.
Mai 2014
Liebe Gesinnungsfreunde und liebe Mitgestalterinnen und
Mitgestalter der Gemeinnützigen Nahversorgung!
Ereignisreiche Wochen liegen hinter uns - unter Anderem das Großereignis Österreich-Forum
für Ernährungssouveränitätvom
13. bis 17. April 2014, an dem ich leider aus Zeitgründen nicht teilnehmen
konnte. Bei dieser Tagung ging es fast ausnahmslos um Themen der
"Gemeinnützigen Nahversorgung"!
Etwa 250 Personen, teilweise auch aus dem Ausland haben sehr interessante
Arbeitsprogramme erarbeitet und auch Arbeitsgruppen gebildet - aber das
kann nur als Beginn einer intensiven Arbeit angesehen werden. Ich rufe Euch
alle auf, bitte beteiligt Euch an solchen Arbeitsgruppen und helft mit, dass
die Aufbruchstimmung in ein neues Zeitalter nicht nur erhalten bleibt, sondern
mächtig zunimmt ...!
Ich persönlich fühle immer deutlicher, dass wir an der Schwelle einer
Zeitenwende stehen. Für mich steht außer Frage, dass unser derzeitiges
Wirtschafts- Geld- und Sozialsystem "am Ende" ist und ich bin für
jeden Tag dankbar, der uns noch bleibt um uns auf ein neues Zeitalter
vorzubereiten. Wir sollten unsere Kräfte nicht für Kritik an den "alten
Strukturen" verschwenden, sondern tatkräftig am Aufbau neuer, von
Regionalität, Solidarität und Gemeinschaftlichkeit geprägter Strukturen mitarbeiten.
Getreu unseren Grundsätzen sollten wir
"bei uns selbst beginnen und wachsen wie
Gras"...
Niemand sollte mehr sollte
zukünftig ganz allein im Leben stehen. Auch wenn einem die absolute
Selbstständigkeit über alles geht - schneller als man denkt kann man in
Situationen kommen, die man alleine nicht mehr meistern kann.
Ein drastisches Beispiel
Erst
vor Tagen habe ich miterlebt, wie in Graz eine Junge Mutter mit zwei kleinen
Kindern durch einen Küchenbrand plötzlich obdachlos wurde. Gottlob hatte sie
bereits gute gemeinschaftliche Kontakte zu ihren unmittelbaren
Wohnungsnachbarn! Der Sohn der Nachbarin hat ihrer kleinen Tochter das Leben
gerettet(!) nachdem sie selbst an Schock und im Rauchgas ohnmächtig wurde.
Und sie wurde sofort mit ihren Kindern in die Wohnung der Nachbarn aufgenommen
- und um Platz zu schaffen hat der Sohn der Nachbarn Unterschlupf bei Freunden
gesucht ... Das Beispiel zeigt, so gut wie Privatinitiative kann kein
Sozialsystem funktionieren. Erst heute - Tage später beginnen die Aktivitäten
der Fürsorge. Und wie eine mittellose junge, alleinerziehende Mutter mit einer
solchen Situation fertig werden soll, das wird sich erst zeigen? Immerhin droht
ihr auch ein Regress der Versicherung, weil sie keine Haushaltsversicherung
hatte. Aber über unsere Gemeinschaft werden wir Mittel und Wege finden! Und was
das Geld betrifft...? Viele angeblich "reiche" Leute haben viel mehr
Schulden, als durch diesen Wohnungsbrand entstehen werden. Einer mittellosen
Frau kann man ohnehin nichts wegnehmen (außer ihre Mietwohnung...?) - und schon
bald werden vermutlich ohnehin alle (Geld-) Zähler auf (fast-) NULL gestellt
und dann zählt ohnehin endlich wieder nur noch die eigene Tatkraft und die
solidarische Gemeinschaft von "Menschen", die dann hoffentlich wieder
respektvoll auf Augenhöhe miteinander verkehren werden. Ich vertraue auch in
diesem Falle darauf, dass ich bei der notwendigen Hilfestellung auch in diesem
Falle auf Tatkraft unsere Gesinnungsgemeinschaft vertrauen kann.
ist
das nächste Großereignis, das wir dafür nutzen können, unsere
Gesinnungsgemeinschaft weiter zu stärken und zu beleben. Bitte nehmt zahlreich
teil, schließen wir neue Bekanntschaften mit solidarisch denkenden Menschen und
bauen wir damit unser Netzwerk weiter aus.
wird immer besser angenommen und ist inzwischen zum
Selbstläufer, mit über 1000 Zugriffen pro Monat geworden. Ich habe daher die
Häüfigkeit meiner Mail-Aussendungen stark reduziert und konzentriere mich voll
auf die Bearbeitung und Selektierung Veröffentlichung der vielen (täglich mindestens
30 bis 50) Mails ...! Bei dieser Gelegenheit möchte ich wiederum darauf
hinweisen, dass unser Netzwerk ALLEN ORGANISATIONEN als Informationsmedium zur
Verfügung steht, soweit dies zur Thematik unserer Gesinnungsgemeinschaft passt.
Am Zweckdienlichsten sind natürlich Links zu den Eigenen Webseiten der
Organisationen.
Bitte schaut immer wieder nach unter Aktuelles und bitte befasst
Euch auch mit dem Thema Pestizidfreie
Landwirtschaft, speziell solltet Ihr euch den Link Vor Gericht
ansehen - hier könnt Ihr einen ungefähren Überblick gewinnen, welchen Einfluss
die Allmacht des Geldes und der Industrie auch auf ein "unabhängiges"
Verwaltungsgericht ausübt. Übrigens - das Urteil über meinen Einspruch gegen
diesen absurden Bescheid ist immer noch nicht da (sehr wohl aber die Rechnung
meines Anwaltes, der nun von mir fast 5000 Euro haben möchte ...!)!
Möglicherweise fürchtet man zu weitreichende Auswirkungen und man wartet
möglicherweise auf ein Machtwort des Landwirtschaftsministers, der ja direkt
von mir informiert wurde.
Genug für heute - ich wünsche Euch einen wunderschönen Frühling
Liebe Grüße an Alle
Alois
Gemeinnützige Nahversorgung - 21. April 2014
21. April 2014
Liebe Gesinnungsfreunde und liebe Mitgestalterinnen und
Mitgestalter der Gemeinnützigen Nahversorgung!
Derzeit nimmt mich das Thema
"Pestizidfreie Landwirtschaft" - siehe http://nahversorgungs.net/pestizidfrei/index.html
- voll in Anspruch.
Ich kämpfe vor Gericht FÜR(!) die offizielle Erlaubnis reinen
Kalk anstelle von hunderten "Mittelchen" der Pharmaindustrie
einsetzen zu "dürfen". Ja - richtig gelesen...! Es wird
versucht, ein generelles Kalkverbot (dass rein rechtlich gar
nicht existiert!) durchzusetzen - offenbar weil dieser reine
Kalk fast alle Pestizide überflüssig machen kann ...! Siehe http://www.umweltbund.de/pflanzenbau
Von jenen Organisationen die eigentlich die kleinen Biobauern
VER-treten sollen, werden diese eher GE-treten - vor Gericht
wird der Kaklkeinsatz als schweres Vergehen angeprangert und
es wird stattdessen versucht, die Verpflichtung zum Einsatz
teuer (und schädlicher) "Produkte" verpflichtend
vorzuschreiben - siehe http://nahversorgungs.net/pestizidfrei/grundsatz_diskussion.html
Aber - gottlob - kämpfe ich nicht
alleine. An der ersten (öffentlichen!) Verhandlung am 30. März
haben über 20 Personen als Zuschauer teilgenommen und mächtig
für moralische Unterstützung gesorgt. Aber jetzt versucht man
offenbar dieses Verfahren, wieder beim
Landesverwaltungsgericht in Graz, Salzamtsgasse 3 endlos in
die Länge zu ziehen. Es wurden noch mehr Zeugen geladen, zwei
Sachverständige wurden eingesetzt und die Verhandlung wurde
auf vier Stnden anberaumt. Damit erhöht sich aber finanzielle
Risiko so enorm, dass wir wahrscheinlich den Antrag auf
Aufhebung dieses ungerechten Bescheides zurückziehen müssen -
weil wir alleine das finanzielle Risiko nicht werden tragen
können. Damit würde aber eine einmalige Gelegenheit verpasst
werden, bei der nächsten Verhandlung, die schon am Freitag dem
25. April ab 9 Uhr stattfindet einen Durchbruch zugunsten der
Pestizidfreien Landwirtschaft zu erzielen - der allen
Biolandwirten Rechtssicherheit bringen würde. Derzeit versuche
ich daher Unterstützer zu finden und auch die Medien zu
mobilisieren. Für Unterstützung aller Art bin ich dankbar -
aber es müsste schnell gehen (- eventuell telefonisch 0676
9645604.)
Mein zweites Thema ist die Gründung
eines kleinen Familienunternehmens in Graz
Eine typische Modellösung
ganz nach den Prinzipien der Gemeinnützigen
Nahversorgung:
Geplant ist die die Neueröffnung
eines kleinen Marktstandes mit Bio-Obst und Gemüse und mit
Smoothis aus frisch gepressten Obst- und Gemüsesäften und
zusätzlich ein einfacher Imbiss. Dringend gesucht wird
ein geeigneter Standplatz für einen kleinen Marktstand (- oder
eventuell auch ein geeignetes Lokal das bei entsprechender
Größe zusätzlich auch als Vereinslokal für eine Foodcoop
genutzt werden könnte ...)
Hauptzweck dieses kleinen Familienunternehmens ist eine
Familienzusammenführung und die Schaffung einer Möglichkeit
zur Selbstversorgung einer jungen, fünfköpfigen Familie
(Mutter, Sohn und Tochter mit zwei kleinen Kindern), die keine
geeignete Erwerbsarbeit finden. Die Mutter will ein
Kleingewerbe anmelden und alle gemeinsam wollen
(abwechslungsweise) diesen Marktstand betreiben.
Möglicherweise bekommt die Familie einen leistbaren Platz im
CITYPARK in Graz, eventuell auch in Kombination mit dem dort
von mir initiierten Biobauernmarkt? Aber für alternative
Vorschläge ist die Familie sehr dankbar.
Ich hoffe, Ihr hattet ein schönes und
geruhsames Osterfest. Ich habe ganz besonders den so richtig
gemütlichen Regen genossen - eine echte Wohltat für diesen
noch jungen Frühling, der vielen von Euch mit seiner grünen
Pracht sehr schnell auch einen verregneten Feiertag vergessen
lassen wird.
Liebe Grüße an alle
Alois
3
3.
April 2014
Liebe Gesinnungsfreunde und liebe Mitgestalterinnen und
Mitgestalter der Gemeinnützigen Nahversorgung!
Heute möchte ich kurz von meinem Besuch, am Montag Abend in Burgau
berichten:
Eine sehr aktive Gruppe von etwa 20 Personen ist dabei, die "Gemeinnützige
Nahversorgung" auf ideale Weise im Raum Südburgenland in die Tat
umzusetzen. In einer netten Runde wurden vielerlei spezifische
Problemstellungen und deren Lösungsmöglichkeiten besprochen. Da ist mir so
richtig bewusst geworden, wie vielschichtig und wie regional unterschiedlich
die Voraussetzungen und die Interessen der Akteure sein können - aber
das gemeinsame
Ziel ist auch hier eine – „Gemeinnützige Nahversorgung“.
Die Diskussion hat gezeigt,
dass zur Realisierung der vielfältigen Vorgaben der Einsatz von
Tauschsystemen (siehe: www.tauschkreis.at
)sehr vorteilhaft sein kann. Das für Burgau ausgearbeitete Konzept ist unter http://nahversorgungs.net/gemeinschaften/burgau.html
zu sehen. Dieses Konzept könnte aber auch für viele andere Initiativen von
Interesse sein.
Ich denke, die Zeit ist reif für den Einstieg in die Tauschsysteme
Wenn viele Menschen über „Lohnarbeit nicht mehr genug Geld
für ein angemessenes Leben verdienen können, dann kann heute schon sehr viel
„Gemeinnützige Nahversorgung“ auch über Tauschgeld
realisiert werden. Weitgehend ausgereifte Systeme stehen ja
bereits zur Verfügung und die Weiterentwicklung schreitet zügig voran.
Wer kommt mit – für drei oder vier Tage ins
Salzburgerland?
Wie schon angekündigt: Vom 13. bis 17. April 2014 wird das erste österreichische Forum für
Ernährungssouveränität "Nyéléni Austria 2014" im Schloss Goldegg
in Salzburg stattfinden. Das Forum wird etwa 300 Menschen versammeln, die sich
für das Thema Ernährungssouveränität engagieren und stellt einen wichtigen
Meilenstein auf dem Weg zu einer starken Bewegung für Ernährungssouveränität in
Österreich dar.
Ich habe uns angemeldet, wir könnten einen schönen Infostand
betreiben - aber ganz alleine schaffe ich das nicht …! Ich bitte um rasche Rückmeldung
damit wir das entsprechend organisieren können.
Ein widersinniges
„Kalkverbot“ im Bio-Landbau
verhindert(!!!)
pestizidfreie Bio-Lebensmittel!
Die letzten Tage habe ich sehr unerfreulich und unproduktiv
damit verbracht, vor dem Steirischen Landesverwaltungsgericht für den
Einsatz von Kalk anstelle von gesundheitsschädlichen Pestiziden zu kämpfen.
Leider bisher ohne erkennbaren Erfolg.
Trotzdem gab es
ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis:
Etwa 20 Personen, allesamt aus unseren Kreisen haben de ganzen
Montag Vormittag zumeist stehend (es gab nicht einmal genug Sessel ...!) als
Zuschauer im Gerichtssaal verbracht, um mich und mein Bemühen um eine
Pestizidfreie Landwirtschaft zu unterstützen.
Die Verhandlung wurde vertagt, es müssen offenbar erst Gerichtssachverständige
gefunden werden, die meine Überzeugung widerlegen können, dass
das Besprühen von
Obstbäumen mit reinem Kalkwasser
(also mit dem selben Kalkwasser, das ausdrücklich als
„Lebensmittel-Zusatzstoff“ und groß angelegt auch zur Trinkwasseraufbereitung
eingesetzt wird) nicht zum Verlust des Bio-Zertifikates führen kann. Die
Problemlösung kommt aber nicht vom Gericht und auch nicht von den
Bio-Organisationen, sondern von der – Hühnerhaltung ...!
Ich grüße Euch herzlich und wünsche Euch allen eine schöne
Zeit – möglichst ganz ohne Gericht
Einen ganz spezieller Gruß, verbunden mit einem herzlichen
Dank sende ich all meinen Freunden im Talente-Tauschkreis Graz, die von sich
aus diese Unterstützungsaktion beim Gericht organisiert haben.
Alois Kemmer
Gemeinnützige Nahversorgung - 23. Märzr 2014
23. März 2014 Liebe Gesinnungsfreunde und liebe
Mitgestalterinnen und Mitgestalter der Gemeinnützigen
Nahversorgung!
Ich denke, jede/jeder von uns erkennt nun schon recht deutlich den
Trend zu mehr Regionalität und zu mehr Kooperation. Immer mehr
Menschen sehnen sich nach mehr Selbstbestimmung und nach weniger
Bevormundung "von oben". Unser Blick ist geschärft für Entwicklungen
in unserem persönlichen Umfeld und immer öfter beobachten wir mit
steigendem Interesse beispielgebende Gemeinschaftsaktivitäten. Das
ist eine Folge der Gesinnungsänderung, die nicht nur bei uns selbst-
sondern bei immer mehr Menschen - nicht nur in Österreich - zu
wirken beginnt. "Interesse" ist aber bloß der erste Schritt, wer
auch Lust zum "Mitmachen" verspürt, sollte nicht länger zögern - und
"einsteigen" in ein neues kooperatives Wirtschftssystem. Mehr dazu
hier:www.einsteiger.net
Regionalgeld und Vernetzung der Tauschkreise.
In diesem Bereich sind derzeit enorme Entwicklungen im
Gange. Über www.tauschkreise.at findet
man - egal wo man lebt - problemlos den Zugang und den Einstieg in
einen kooperativen Wirtschaftsbereich der zweifellos in der Zukunft
enorm an Bedeutung gewinnen wird.
Regional funktionierende Tauschsysteme werden
wohl schon bald unverzichtbare Realitäten unseres Alltags sein.
Einkaufen per Internet ist ja schon längst eine Alltäglichkeit.
Genauso gut möglich ist jetzt auch schon das Tauschen und die
Nutzung von Regionalgeld per Internet aber auch mittels Stundengutscheinen,
die bereits eifrig gedruckt werden und allgemein verfügbar sind -
dazu wurden bereits untereinander vernetzte Systeme und auch eigene
"Marktplätze" geschaffen. Wer "einsteigen" möchte, sollte
natürlich selbst aktiv werden und sich im eigenen Umfeld mit
gleichgesinnten Menschen zusammentun und ganz zwanglos damit
beginnen regionale Gemeinschaften zu gründen. Wir brauchen Tauschsysteme als "zweites Standbein", denn Faktum
ist:
Es gibt nicht genug reguläre "Lohnarbeit" für alle (-
von der man auch "leben" kann...!).
Immer mehr Menschen brauchen ein Zusatzeinkommen um
ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können.
Wer sich allein auf das derzeitige "Sozialsystem" verlässt,
der geht einer eher ungewissen Zukunft entgegen.
"Einsteigen" - in eine kooperative
Regionalentwicklung (nicht nur in Kirchbach).
Die Region Kirchbach in der Steiermark (- die "Geburtsstätte" der
"Gemeinnützige Nahversorgung" und die Heimstätte der www.bio-oase.at
-) startet jetzt eine Initiative zur Einbindung möglichst aller
Betriebe und möglichst aller Bewohner der ganzen Region, in
eine kooperative Regionalentwicklung.
Diese von der Marktgemeinde Kirchbach
getragene Initiative wird von der Universität-Graz in Form einer
Lehrveranstaltung begleitet.
Ein in kürze verfügbarer Fragebogen schafft Möglichkeiten zur
Bürgerbeteiligung, zusätzlich wird es diesbezügliche Vorträge
Diskussionsrunden im Haus KB5 geben. Auch die Präsentationen
der UNI-Graz werden im Haus KB5 stattfinden, die betreffenden
Termine werden laufend auch unter http://nahversorgungs.net/veranstaltungen.html
bekanntgegeben. Die Betriebe und die Bevölkerung der Region
Kirchbach haben Gelegenheit diese Impulse zu einer kooperativen
Regionalentwicklung aktiv zu nutzen - indem sie sich zahlreich an
diesen Veranstaltungen beteiligen und auch selbst Initiativen
ergreifen.
Für professionelle Begleitung ist gesorgt.
Michael Weiß, der Leiter des http://www.terra-institute.eu/graz-a/
steht der Regionalentwiklung Kirchbach ab sofort beratend zur
Verfügung. Neben vielen anderen Möglichkeiten könnte beispielsweise
dieses renomierte TERRA INSTITUT auch mit der dauerhaften Begleitung
dieses neu gestarteten Regionalentwicklungsprojektes beauftragt
werden - wenn der Wunsch aus der Bevölkerung mit entsprechendem
Nachdruck erkennbar wird.
"Ernährungssouveränität" - eine Europaweite
Initiative.
Die "Gemeinnützige Nahversorgung" beteiligt sich mit einem Infostand
an der Tagung vom 13. bis 17. April 2014 im Schloss
Goldegg, in Salzburg.
Mehr dazu hier ...
http://www.ernährungssouveränität.at/wp-content/uploads/2013/10/Info_Paket_Nyeleni_Web.pdf
Wer hat Lust mitzukommen und mitzumachen?
Bitte rasch melden!
Weitere Infos und die zahllosen Kontaktmöglichkeiten findet Ihr wie
gewohnt laufend auf unserer Webseite www.nahversorgungs.net
Bitte leitet diese Newsletters an Personen weiter, die an einer
nachhaltigen Entwicklung unseres Zusammenlebens und an einer
Gesinnungsänderung interessiert sein könnten.
Ich selbst bin des öfteren auch unterwegs in Sachen Vernetzung mit
anderen Gemeinschafts-Initiativen. Es macht viel Freude, die neue
Aufbruchstimmung hautnah mit zu erleben und darüber zu diskutieren,
dass es jedenfalls zielführender sein kann, "Einsteiger" in ein
neues kooperatives Wirtschaftssystem zu werden, als bloß den
"Aussteiger" zu spielen.
Ich grüße Euch herzlich und wünsche Euch allen viel Kraft und Freude
und wunderbare Frühlingsgefühle.
Alois Kemmer